Big Fish

Drama/Fantasy, USA 2003
Phantastische Abenteuer mit Ewan McGregor

Phantastische Abenteuer mit Ewan McGregor

Tim Burton inszenierte mit "Big Fish" ein Fantasy-Melodram mit viel Symbolik, Pathos, Komik und Ernsthaftigkeit. Diese Mischung ergibt eine wunderbare Leichtfertigkeit.

Edward Bloom (Albert Finney) war ein Held, ein Abenteurer, ein Genie. Zumindest in den Geschichten, die er gerne und oft erzählt, wurde der Mann, der jetzt im Sterbebett liegt, zum eigenen Mythos. Glaubt man Bloom, hat er als Jugendlicher (dargestellt von Ewan McGregor) seine ihm zu eng gewordene Kleinstadt verlassen, um die unglaublichsten Wunderdinge zu erleben. Nur die Beziehung zu seinem Sohn will im Leben des Edward Bloom nicht recht harmonieren. Will (Billy Crudup) unternimmt einen letzten Versuch, sich mit seinem Vater auszusöhnen und dabei die Wahrheit in den Erzählungen herauszufiltern. Aber ist Letzteres überhaupt von Bedeutung?

"Geschichten sind nichts anderes als Träume", meinte McGregor, der in "Big Fish" einmal mehr sein breites Talent unter Beweis stellt. "Das ist der Grund, warum wir sie überhaupt erzählen. Sie sind es, was uns interessant macht und uns alle miteinander verbindet - von Generation zu Generation. Ohne Geschichten hätten wir nichts mehr als Politik und Supermärkte. Und was für ein erbärmliches Leben wäre das."

Der Film, mit dem Burton zu seiner früheren Form zurückkehrt, basiert auf einem Buch von Daniel Wallace. Der Autor verwob darin Fakt und Fiktion, Übertreibung und Detailtreue. Genau das tat auch der Regisseur, indem er authentische Schauplätze und Kostüme mit Spezialeffekten kombinierte und so die Grenzen zwischen Möglichem und Erdachtem ständig verwischt. Burton: "Ich genoss die Vorstellung, diese unglaublichen Sprünge machen zu können - von einer üppigen Fantasy-Story direkt zu der realen Tragik wechseln zu können (...)."

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