Bank Job

Krimi/Thriller, GB 2008
Kleine Gauner im Netz von großen Fischen

Kleine Gauner im Netz von großen Fischen

Im September 1971 sorgte ein spektakulärer Bankraub in London für Schlagzeilen. Nach dem Überfall auf die "Lloyds Bank" wurde von der Regierung ein Zensurerlass herausgegeben, da sich in den Schließfächern angeblich kompromittierendes Material über ein weibliches Mitglied der Königsfamilie befand. Der sogenannte "Walkie-Talkie"-Einbruch lieferte die Vorlage für den Thriller "Bank Job".

Der Film geht recht frei mit den historischen Fakten und Figuren um. Trotzdem hat Regisseur Roger Donaldson ("Thirteen Days", "Dante's Peak") einen stimmigen, spannenden Thriller mit viel 70er Jahre-Flair und Musik in Szene gesetzt - die Story mit ihren Verwicklungen bis in höchst Kreise hinein ist auch nach mehr als 30 Jahren einfach unglaublich spektakulär.

Terry (Jason Statham) und sein Kumpel Eddie (Michael Jibson) drehen als Gebrauchtwagenhändler im Londoner East End schon einmal kleine Deals, aber als Terrys Jugendliebe Martine Lowe (Saffron Burrows) wie aus dem Nichts aufkreuzt und von dem perfekten Bankraub schwärmt, wird der in Geldnöten steckende Terry schnell schwach. Nur leider weiß Terry nicht, dass die attraktive Martine als Lockvogel vom Geheimdienst "MI 5" geschickt wurde, um die kleinen Fische aus der Autowerkstatt zu einem großen Raubzug zu animieren. Der Geheimdienst will an den Inhalt eines der Schließfächer in der Bank, dabei ist den Agenten jedes Mittel recht.

Und so lassen sich Terry, Eddie und einige Freunde zu dem spektakulären Bruch animieren. Sie können nicht ahnen, dass sie bald zwischen allen Fronten stehen, denn auch der skrupellose Unterweltkönig Lew Vogel (David Suchet) nutzt die Schließfächer. Dort liegt sein Kassabuch, in dem er alle Schmiergeldzahlungen an korrupte Londoner Polizisten akribisch aufgezeichnet hat.

Die Geschichte kann also gar nicht gut ausgehen für Terry und seine Bande. Der Überfall selbst gelingt zwar noch, aber danach läuft einiges schief. Nach vier Tagen kommt auf Druck von ganz oben der Maulkorb für die Presse, der Bankraub in der Baker Street tauchte in den englischen Medien seitdem nicht mehr auf.

Vielleicht hätte ein früherer Bewohner der Baker Street, Arthur Conan Doyles Detektiv Sherlock Holmes, Licht ins Dunkel gebracht. Angeblich schrieben die Bankräuber vor ihrer Flucht diese Nachricht an die Innenseite eines Safes: "Mal sehen, ob Sherlock Holmes diesen Fall lösen kann."

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