‚Ballerina‘: Ich will doch nur tanzen!

Abenteuer/Family, F/CDN 2016

Ballerina

Ein elternloses tanzbegeistertes Mädchen verlässt sein Waisenhaus Richtung Paris. Sehnlichster Wunsch der kleinen Félicie ist es, hier zur Balletttänzerin ausgebildet zu werden.

Darum geht es in ‚Ballerina':

Felicie hat einen Traum: Das zwölfjährige Waisenmädchen will Balletttänzerin an der Oper in Paris werden. Keine Frage, Felicie ist äußerst begabt, sie tanzt auf Bänken, Tischen und sogar Hausdächern, ihre Füßchen scheinen niemals still zu stehen. Aber eine Ballerina ist sie damit natürlich noch lange nicht.

Deswegen aufgeben? Daran denkt das kecke und aufgeweckte Mädchen nicht. Felicie nimmt ihr Schicksal in die eigenen Hände, trotzt allen Widerständen und arbeitet hart daran, ihren Traum zu leben. Und dafür tanzt sie auch immer wieder aus der Reihe.

Sie ist aber nicht die Einzige, die sich aus dem Waisenhaus träumt. Felicies bester Freund heißt Victor, ein leicht tollpatschiger, aber wahnsinnig liebenswerter Bursche, der ständig an etwas herumbastelt und der ein großer Erfinder werden möchte.

Der Plan ist gefasst: Nach einer abenteuerlichen und atemberaubenden Flucht aus dem Waisenhaus landen die beiden Ausreißer tatsächlich in Paris - Stadt, der Lichter; Stadt, der Träume und der Hoffnungen. Und dieses Paris der Belle Epoque ist mit so viel Liebe fürs Detail und so unvergleichlich schön in Szene gesetzt, dass man "Ballerina" von den Regisseuren Eric Summer und Eric Warin allein schon dafür lieben muss.

Es ist eine Metropole im Werden, die beginnt, ihren ganzen Zauber und ihre Magie zu entfalten: Vom Eiffelturm steht vorerst nur das Sockelgeschoß und in einem Hinterhof nimmt die Freiheitsstatue Gestalt an. Natürlich sind die beiden Monumente wichtiger Schauplatz rasanter Action und Verfolgungsjagden, die neben aller warmherziger Anmut auch zu finden sind.

Ein ganz besonderer Genuss aber sind die perfekt choreografierten Tanzszenen, für die die Oper in Paris den festlichen Rahmen bildet, und die nicht nur kleine Ballettratten zwischen sechs und 14 Jahren begeistern dürften. Pirouetten und Grand Jete - "Ballerina" macht Lust auf Ballett.

Und Felicie? Sie schafft es tatsächlich an das Opernhaus und ergattert mit viel Selbstbewusstsein (und nicht ganz legal) einen der ganz raren Ausbildungsplätze. Die Konkurrenz ist zwar hart und manchmal durchaus fies. Aber im Schnelldurchlauf - ach, wenn es doch immer so einfach wäre - wird aus der begabten Tänzerin eine echte Ballerina. Der kleine Victor, der heimlich in Felicie verliebt ist, geht in diesem zauberhaften Märchen ebenfalls seinen Weg.

Unsere Meinung zu ‚Ballerina':

Die Handlung des Animationsfilms ist vorhersehbar, aber der Zielgruppe wird es gefallen. Abenteuer und Gefühl, Action und Kunst, Humor und Herz, Freundschaft und Dramatik - "Ballerina" hat alles für einen familienfreundlichen Film, in dem die böse Hexe ihre Strafe bekommt und das Aschenputtel sein Glück findet. Hinter Hollywood muss sich die französisch-kanadische Koproduktion, bei der auch die Macher der Hit-Komödie ‚Ziemlich beste Freunde‘ beteiligt sind, wirklich nicht verstecken.

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