Babel

Drama/Thriller, USA/MEX 2006
Babel

Biblisch geht es zu in Alejandro Gonzales Inarritus neuestem Filmepos, das in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichnet und kürzlich für sieben Golden Globes nominiert wurde: Das Drehbuch ist deutlich von der mythischen Geschichte des Turmbau zu Babel inspiriert, thematisiert werden moderne Kommunikationsprobleme in einer von technologischen Allmachtsfantasien geprägten Welt.

Der Hollywood-Shootingstar beendete mit "Babel" seine Trilogie zu den menschlichen Abgründen unserer Zeit - auf furiose, wenn auch gern pathetische Art und Weise. Der Turmbau ist in der Bibel die Allegorie für jene fehlende menschliche Sprachfertigkeit, die die Kommunikation zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen so erschwert. Genau an diesem babylonisch vernetzten Lebenswirrwarr krankt, geht es nach Inarritu, die moderne Welt. Die wie schon bei "Amores Perros" und "21 Grams" geschickt verwobenen Parallelhandlungen inszenierte der 43-jährige Mexikaner in sechs Sprachen auf verschiedenen Kontinenten. Neben Laiendarstellern spielen auch Stars wie Brad Pitt, Cate Blanchett und Gael Garcia Bernal.

Der erste der vier Handlungsstränge spielt in Marokko, wo zwei Burschen in den Bergen mit einem Gewehr herumspielen und dabei zufällig eine amerikanische Touristin schwer verletzen. Während sie mit ihrem entfremdeten Mann in der nordafrikanischen Einöde und mit Hilfe der Einheimischen ums Überleben kämpft, löst der Zwischenfall in den USA gleich außenpolitische Konsequenzen aus. Es beginnt eine Jagd auf angebliche Terroristen, das Klima verschärft sich. Im Zuge dessen wird ein mexikanisches Kindermädchen Opfer von rassistischen Grenzwachen zwischen den USA und Mexiko.

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