Aviator

Drama/Romanze, USA/J/D 2004
Di Caprio will das Schnellste und das Größte

Di Caprio will das Schnellste und das Größte

Das Schnellste, das Größte, das Höchste - egal um welchen Preis. Das scheint die Devise der Aktivitäten des Flugpioniers und Filmmoguls der glamourösen 1930er und 40er Jahre, Howard Hughes (1905-1976), gewesen zu sein, glaubt man Martin Scorseses knapp drei Stunden langer Filmbiografie "Aviator".

Leonardo DiCaprio spielt den Multimillionär als dominanten Draufgänger zwischen Waschzwängen und Perfektionswahn, heutige Stars wie Jude Law, Cate Blanchett und Kate Beckinsale verkörpern die Stars von damals.

Wolken kann man nicht kaufen. Aber man kann monatelang auf sie warten, obwohl jeder Tag zigtausende Dollars kostet. Hughes braucht die Wolken, damit seine Flugzeuge auf der Leinwand besser wirken. Als Erbe einer texanischen Ölfirma kann er es sich leisten, den mit vier Millionen Dollar Produktionskosten teuersten Film des frühen Hollywoodkinos, "Hell's Angels", zu drehen. Mit Wolken.

Regisseur Martin Scorsese muss nicht auf Wolken warten, er greift - nicht zuletzt dank digitaler Technik - in die Vollen. So feiert das moderne Hollywood seine mondänen Anfänge. Angenehm überzogen vorlaut parodiert etwa Cate Blanchett die legendäre Katharine Hepburn, Hughes' langjährige Gefährtin, Kate Beckinsale spielt Superstar Ava Gardner.

Mehr als Frauen interessierten Hughes aber sowieso seine Flugzeuge - und DiCaprio stellt die nicht als Identifikationsfigur angelegte Figur in all ihrem Reichtum und ihrer Beharrlichkeit mit viel Genuss dar. Dafür erhielten er und der Film einen Golden Globe - Scorsese hingegen ging leer aus und muss nun auf seinen ersten Oscar hoffen.

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