Au Hasard Balthazar

F/S 1966
Au Hasard Balthazar

The most emblematic performance I look to always is the performance of the donkey in Robert Bresson's Au hasard Balthazar. That's my aim, that's my holy grail. Trying to be as animal as this donkey. (Tilda Swinton) Zu Beginn des Films spielen Kinder «Taufe». Sie schieben einem kleinen Esel, dessen Kopf noch verknittert wirkt wie der eines Neugeborenen, das Salz der Weisheit zwischen die Zähne und geben ihm den Namen jenes dritten Königs, der dem Jesuskind Myrrhe in den Stall von Bethlehem brachte. Abgesehen von seinem etwas ungewöhnlichen Anfang und Ende hat Balthazar ein typisches Eselschicksal: mit guten und schlechten Herren, mit guten und schlechten Tagen. Er wird geschunden und rächt sich auf seine Art, und dann und wann schreit er heiser. (...) Balthazar ist der Einzige in diesem Film, der ein richtiges Schicksal mit einem richtigen Anfang und einem richtigen Ende hat, während die Lebenswege derer, mit denen er in Berührung kommt, den seinen nur wie Tangenten berühren: der ehrbesessene Dorflehrer, der seine Familie mit seinem Stolz ins Unglück bringt; der Säufer Arnold, der Touristen auf Eseln durchs Gebirge leitet; der Getreidehändler, dessen Leben von Raffgier erfüllt ist und der Balthazar fast zu Tode schindet. (Frieda Grafe) Der Film ging von zwei Ideen aus, zwei Schemata. Erstens: Der Esel durchläuft in seinem Leben dieselben Etappen wie ein Mensch. Das heißt Kindheit: Zärtlichkeit. Reife: Arbeit, Talent, das Genie in der Mitte des Lebens; und die mystische Zeit vor dem Tod. Gut. Das zweite Schema kreuzt das erste oder geht davon aus: der Weg dieses Esels, der an verschiedenen Gruppen vorbeizieht, die die Laster der Menschheit darstellen, unter denen er leidet, und an denen er stirbt. Deshalb habe ich von menschlichen Lastern gesprochen. Denn der Esel kann nicht unter Güte, Wohltätigkeit und Intelligenz leiden. Er muss unter demselben leiden wie wir. (Robert Bresson)

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