Attention - A Life in Extremes

Dokumentation, A 2014
Der Regisseur begleitete u.a. Gerhard Gulewicz

Der Regisseur begleitete u.a. Gerhard Gulewicz

Das Thema Extremsport in all seinen Facetten rückt der österreichische Regisseur Sascha Köllnreitner in den Mittelpunkt seines Dokumentarfilms "Attention - A Life in Extremes". Der Film im Sound-Format Dolby Atmos zeigt dabei auf eindrucksvolle Weise die Geschichte dreier Ausnahmeathleten und setzt sich mit deren intensiver Lebenswelt auseinander.

Im Film beleuchtet Sascha Köllnreitner drei Persönlichkeiten des Extremsports und geht dabei auf deren Gedanken, Beweggründe und Ziele ein. Zudem setzt er sich kritisch mit den Ausformungen des Extremsports auseinander. Auch Familienmitglieder der Sportler kommen dabei zu Wort, die ihre Wünsche und Ängste äußern.

Es sei nicht immer leicht, mit Sportlern zu drehen, sagte Regisseur Köllnreitner gegenüber der APA bei einem Gespräch am Rande der Pressevorführung in Wien. So erinnere er sich etwa an die Strapazen beim Race Across America, bei dem er den österreichischen Extremradfahrer Gerhard Gulewicz insgesamt drei Mal begleitete. In weniger als neun Tagen fuhr Gulewicz dabei von der US-West- zur Ostküste mit einem Schlafpensum von insgesamt nur sechs Stunden.

Neben Gulewicz steht der norwegische Wingsuit-Flyer Halvor Angvik im Fokus, der seinen Sport als einziger der drei Protagonisten nicht professionell betreibt, sondern Freizeit und Verdienst in seine Leidenschaft steckt. Mit einem speziellen Flügelanzug erreicht Angvik bei seinen Flügen eine Geschwindigkeit von bis zu 250 Kilometer pro Stunde im freien Fall. Diese Extremsportdisziplin gilt aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate als die gefährlichste der Welt, weshalb auch das Thema Tod in der Dokumentation aufgegriffen wird.

Der dritte Extremsportler ist Guillaume Nery aus Frankreich. Er zählt zu den besten Apnoetauchern der Welt und hält es ohne Gerätschaften über sieben Minuten unter Wasser aus. Er konnte 2011 die Weltmeisterschaften für sich gewinnen, als es ihm gelang, 125 Meter in die Tiefe zu tauchen.

Neben den atemberaubenden Unterwasseraufnahmen werden auch beeindruckende Naturaufnahmen von Berglandschaften gezeigt und lockern die Handlung auf. Sascha Köllnreitner gelingt in seinem Dokumentarfilm somit eine Balance zwischen authentischer Selbstdarstellung der Athleten, Gesprächen mit Familienmitgliedern und Meinungen von Experten.

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