Argo

Drama/Thriller, USA 2012
Ein spannender Thriller von und mit Ben Affleck

Ein spannender Thriller von und mit Ben Affleck

Die Story ist kaum zu glauben, aber wahr: Mit "Argo" lässt Ben Affleck eine aberwitzige CIA-Rettungsaktion von US-Geiseln in Teheran aufleben. Sein drittes Regie-Werk, in dem er auch die Hauptrolle spielt, ist intelligenter Nervenkitzel.

Das Geiseldrama von Teheran vor 33 Jahren, als Anhänger des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini die US-Botschaft stürmten, ist die Kulisse für den Politthriller "Argo". Aber es geht nicht um die bekannte Terror-Story der 52 Amerikaner, die 444 Tage lang gefangen gehalten wurden. Regisseur Ben Affleck schildert die absurde, aber wahre Geschichte von sechs US-Bürgern, die nach drei Monaten Versteckspiel im Haus des kanadischen Botschafters durch einen Coup von CIA-Agenten und Hollywood-Produzenten aus dem Land geschmuggelt wurden.

So ein verrücktes "Mission: Impossible"-Skript über eine scheinbar unmögliche Befreiungsaktion hätte sich die Traumfabrik niemals ausdenken können. Der Geheimagent Tony Mendez unterbreitet seinen CIA-Bossen und dem Krisenstab im Weißen Haus unter Präsident Jimmy Carter "die beste blöde Idee", um die Gruppe aus Teheran herauszuholen. Die politische Lage ist prekär, einen besseren Plan gibt es nicht. Mendez, gespielt von Affleck, täuscht die Produktion eines Science-fiction-Films namens "Argo" vor, eine Art "Star Wars", die an exotischen Schauplätzen im Iran gedreht werden soll. In Hollywood macht er den Make-up-Meister John Chambers (John Goodman) und den Trash-Film-Produzenten Lester Siegel (Alan Arkin) zu seinen Komplizen.

Gemeinsam täuschen sie Drehvorbereitungen vor, heuern Schauspieler an, lassen die Fachpresse wissen, dass "Argo" im Iran gefilmt werden soll. Der schwergewichtige, joviale Goodman und der eitle Arkin ziehen die perfekte Hollywood-Show ab, mit bissigen Seitenhieben auf die Traumfabrik.

Das absurde Spiel wird aber nie zur Farce. Das Geiseldrama spitzt sich zu. Mendez muss so schnell wie möglich den Plot umsetzen. Mit sechs gefälschten kanadischen Pässen fliegt er nach Teheran, gibt sich als "Argo"-Produzent aus, der mit seiner sechsköpfigen Crew Drehorte erkunden will. Er muss die verängstigten Amerikaner von dem riskanten Fluchtplan überzeugen. Es knistert vor Spannung, als sich die Gruppe als vermeintliches Filmteam mit vorgespielten Identitäten in den Basar begibt, begleitet von iranischen Beamten. Als US-Bürger erkannt zu werden, hätte den Tod bedeuten können.

"Argo" sind 120 Minuten atemlose Spannung. Bei der Ausreise am Flughafen von Teheran mit den gefälschten Pässen ist das Nervenspiel fast unerträglich. Nicht nur für die Flüchtenden, auch für die Zuschauer.

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