Apollo 18

Horror/Science Fiction, USA/CDN 2011
Die Apollo-Mission wird zum Horrortrip

Die Apollo-Mission wird zum Horrortrip

Vielleicht gab es sie ja doch: Eine streng geheime Mission zum Mond, die von der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA unter Verschluss gehalten wurde. Was die Anhänger von Verschwörungstheorien schon lange vermuten und die NASA vehement dementiert, das zeichnet Hollywood unter der Regie des Spaniers Gonzalo López-Gallego in dem Science-Fiction-Thriller "Apollo 18" nach.

Mit körnigen und verwackelten Schwarz-Weiß-Filmen, die angeblich Jahre später "gefunden" wurden, inszenieren die Filmemacher einen Horror-Trip zum Mond, von dem niemand auf die Erde zurückkehrt. Der Film spielt im Jahr 1974, zwei Jahre nach dem letzten offiziell bemannten NASA-Flug zum Mond mit der Raumfähre Apollo 17, als sich die drei Astronauten Nathan Walker (Lloyd Owen), John Grey (Ryan Robbins) und Benjamin Anderson (Warren Christie) auf den Weg zum Mond machen. Während ein Astronaut in der Mutterkapsel seine Runden dreht, entdeckt das Duo in der klaustrophobischen Landekapsel, dass es auf dem Erdtrabanten Gesellschaft hat. Bei der Erkundung des Planeten stoßen sie beispielsweise auf Fußspuren. Zudem sind von allen Seiten seltsame Geräusche zu vernehmen. Nachdem die amerikanische Flagge plötzlich verschwunden ist, beschleicht die beiden ein mulmiges Gefühl. Hat es eine außerirdische Intelligenz auf sie abgesehen?

Eingefleischte Horrorfans werden sich möglicherweise langweilen. Doch wer einen unvoreingenommenen Zugang zum Genre und einen Blick für formale Feinheiten und europäische "Nerdigkeit" mitbringt, wird mit dem Film auf jeden Fall seine Freude haben.

Clever ist zumindest die Werbekampagne, die ganz darauf abzielt, dass die Zuschauer eine Dokumentation sehen. Keiner der Hauptdarsteller stiehlt die Show. Alle drei sind unbekannte TV-Schauspieler, denen man einen Job bei der NASA zutraut. Die amerikanische Weltraumbehörde, die schon öfter bei Hollywood-Produktionen mithalf, distanzierte sich diesmal allerdings schnell. "'Apollo 18' ist keine Dokumentation", sagte NASA-Sprecher Bert Ulrich vor dem US-Kinostart im September der "Los Angeles Times". Sie hätten sich nur "minimal" an dem Projekt beteiligt.

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