Apocalypto

Action/Abenteuer, USA 2006
Der Untergang der Maya naht

Der Untergang der Maya naht

Als Judenhasser, Sexist und trunkener Autofahrer hat Mel Gibson in diesem Jahr bisher wohl mehr Schlagzeilen gemacht, als durch filmische Präsenz. Nun kehrt der Schauspieler und Regisseur für "Apocalypto" (USA 2006) wieder hinter die Kamera zurück. Gibson führte in seinem blutigen Spektakel über die Geschichte der Maya Regie, schrieb am Drehbuch mit und produzierte den Streifen auch noch.

Ein Tier rast durch den dichten Urwald. Pranke des Jaguars (Rudy Youngblood), hoffnungsvoller Nachwuchsstammführer, und sein Dorf sind auf der Jagd. Noch herrschen paradiesische Zustände für die Maya, doch das Ende naht. Mel Gibson macht gleich zu Beginn klar, dass es um elementare Dinge geht, Jagd, Ehre, Vater-Sohn Beziehung, Fruchtbarkeit und viel Blut. Ins Zentrum der Handlung stellt er also einen jungen Mann, der auch in unsicheren Zeiten für seine Familie und ihr Überleben kämpft. Besonders dann, als auch noch feindliche Krieger das Dorf niedermetzeln und den Rest des Volkes in Gefangenschaft nehmen. Doch Pranke des Jaguars bleibt tapfer, denn sein Vater Blitzender Himmel rät dem Sohn: "Angst ist eine Krankheit. Bekämpfe sie mit ganzem Herzen." Die Gefangenen müssen am Weg in die Maya-Stadt Demütigungen auf sich nehmen. Dort sollen sie geopfert werden, um die Götter zu besänftigen.

Wie schon bei seinem umstrittenen Film "Passion Christi" hat Oscarpreisträger Mel Gibson nicht auf Englisch gedreht, sondern in der Sprache seiner Figuren. Der Film hat Untertitel, denn Gibson lässt seine meist indianischstämmigen Statisten und Darsteller in einem Maya-Dialekt von der Yucatan-Halbinsel sprechen, einer Region, in der auch heute noch Maya leben. Der Amerikaner engagierte extra Maya-Sprachtrainer und arbeitete für den Film hauptsächlich mit Einheimischen des Drehlandes Mexiko zusammen. Ausgestorben sind die Maya ja nicht, doch der Untergang ihrer zivilisierten Hochkultur gibt den Wissenschaftern noch heute Rätsel auf. So zivilisiert sie auch waren, gab es am Ende doch brutale Übergriffe gegeneinander.

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