Anonymus

Drama, GB/D 2011
Wer war Shakespeare wirklich?

Wer war Shakespeare wirklich?

Vom Katastrophenfilm zur hehren Dichtkunst - der deutsche Hollywoodregisseur Roland Emmerich hat das Genre gewechselt und bringt das Shakespeare-Spektakel "Anonymus" ins Kino.

Er ließ "Godzilla" durch Manhattan stapfen. Seine Außerirdischen legten am "Independence Day" das Weiße Haus in Schutt und Asche. Und im Jahr "2012" geht die Welt dann endgültig unter. Jetzt hat Katastrophenfilm-Experte Roland Emmerich (56) das Genre gewechselt. Mit "Anonymus" bringt Deutschlands umtriebiger Hollywoodregisseur ein Historiendrama in epischen Ausmaßen auf die Leinwand - mit gewohnt viel Tricktechnik und einer schwülstigen Story, die sich in zahlreichen Zeitsprüngen fast verliert.

Es geht um keinen geringeren als den englischen Dramatiker William Shakespeare (1564-1616) - und die umstrittene These einiger Forscher, dass der Dichter seine Werke gar nicht selbst geschrieben hat. Bei Emmerich ist von Anfang an klar, dass hinter Stücken wie "Romeo und Julia", "Wie es euch gefällt", "Julius Cäsar" und "Hamlet" der Adelige Edward de Vere, Graf von Oxford, steckt - gespielt von "Notting Hill"-Star Rhys Ifans.

Weil sich das Schreiben von Theaterstücken in dieser gesellschaftlichen Schicht einfach nicht ziemt, will der Graf von Oxford seine Werke unter einem fremden Namen veröffentlichen. Dafür guckt er sich einen der ehrgeizigen Nachwuchsdramatiker aus, die ihre Tage in London zwischen Pub und Theater zubringen. Wie durch einen Zufall ein Wein, Weib und Gesang zugetaner Schauspieler, nämlich jener William Shakespeare (gespielt von Rafe Spall), zum Autor von de Veres Stücken gekürt wird und sich fortan feiert lässt - das erzählt Emmerich in großer, matschiger London-Kulisse.

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