Anleitung zum Unglücklichsein

Komödie, D 2012
Liebenswert, aber verträumt ist Tiffany

Liebenswert, aber verträumt ist Tiffany

1983 nahm der Psychologe Paul Watzlawick im gleichnamigen Bestseller das zwanghafte Glücksdiktat und die damit verbundenen Selbstgeißelungen mit beißender Ironie aufs Korn. 20 Jahre später ist sein Werk noch immer aktuell genug, dass es zu dem Kinofilm "Anleitung zum Unglücklichsein" inspiriert.

Regie führt Sherry Hormann, die nach ihrem Erfolg mit "Wüstenblume" im Jahr 2009 zum zweiten Mal einen Bestseller verfilmt. Sie hat auch das Drehbuch für die Kinokomödie geschrieben, die auf dem gleichnamigen Sachbuch des österreichischen Psychologen Paul Watzlawick basiert. In der romantischer Komödie wird Johanna Wokalek von Selbstzweifeln geplagt, und von regelmäßigen Erscheinungen ihrer toten Mutter in der Gestalt von Iris Berben. Und - wie in romantischen Komödien so üblich - wird Glück mit dem Finden des passenden Partners gleichgesetzt.

Die etwas verträumte, aber liebenswert wirkende Tiffany hat eben auch Schwierigkeiten mit der Gegenwart. Vor allem mit Männern. Völlig unbeholfen stolpert sie in ihre Dates mit einem Polizisten (Benjamin Sadler), einen Verehrer aus der Tierarztpraxis (Itay Toran) wimmelt sie vehement ab. Sehr gelungen ist die Einflechtung der aus dem Buch bekannten Zitate und Kurzgeschichten. Ein Erzähler führt gleich zu Beginn des Films mit einem Zitat über das Glücklichsein ein. Die Sprüche tauchen aber auch in Glückskeksen auf, die Tiffany für ihr Gäste gebacken hat.

Wer eine reine Popcorn-Kino-Komödie mit großen Lachern erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Wer sich aber auf die verträumte und sympathische Geschichte von Regisseurin Sherry Hormann einlässt, kann einen unterhaltsamen Abend im Kinosessel erleben.

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