Auf der Alm, da gibt's koa Fleisch: Angriff der Lederhosenzombies

Komödie, A 2016

Branka staunt nicht schlecht über das gruselige Treiben

Grüne Chemie, die Franz (Karl Fischer) in die Schneekanonen kippt, um die milden Winter zu überlisten, verwandelt alle, die damit in Berührung kommen, in Zombies -als ersten den russischen Investor Chekov (Kari Rakkola), dem das Projekt schmackhaft gemacht werden soll. Und so sieht sich eine Partie junger Snowboard-Checker in der Almbar von Rita (Margarete Tiesel) mit der Apokalypse konfrontiert...

Abrechnung mit dem winterlichen Treiben auf Almhütten und Hommage an Genre-Klassiker wie Peter Jacksons "Braindead" zugleich, erzählt die größtenteils auf Englisch gedrehte Produktion von drei Profi-Snowboardern, die nach einem gescheiterten Sponsoring-Deal in den Tiroler Alpen stranden und in eine Zombieapokalypse geraten. Auslöser für die Epidemie ist ein vermeintliches Wundermittel für ewig bestehenden Kunstschnee, das der gierige Hotelier Franz (Karl Fischer) an den Mann bringen will - konkret an den russischen Investor Chekov, der ungewollt mit der grünen Brühe in Berührung kommt und sich schleichend zum Untoten wandelt.

Beim Saisonabschluss in der "Gaudihütte" der resoluten Wirtin Rita (Margarethe Tiesel) fällt so ein grunzender, wankender Kerl erstmal nicht auf - weshalb der unbemerkt die beschwipsten Wintersportler um sich herum beißen und infizieren kann. Es dauert nicht lange, bis die Situation eskaliert und nur noch ein kleines Grüppchen an Nicht-Zombies am Dachboden über bleibt. Als die Flucht misslingt, müssen Franz, Rita und die zerstrittenen Snowboarder Steve (Laurie Calvert), Branka (Gabriela Marcinková) und Josh (Oscar Dyekjær Giese) zu ungewöhnlichen Mitteln greifen, um der Situation lebend zu entfliehen...

Großes Finale mit Schneefräsen

Armbrust, Bierbank, Snowboard, Schneefräsen oder auch einlullende Musik halten beim großen Finale dieses urigen Splatter-Films als Waffen gegen die vom Berliner Studio "Chris Creatures" gestalteten Zombies her. Hartl hat dabei ganz auf klassische Tricktechnik gesetzt, sprich: das Gemetzel ohne Computereffekte gedreht - inklusive jede Menge spritzendem Blut und zum "Donauwalzer" durch die Lift fliegende, abgetrennte Gliedmaßen.

Das ist spaßig mitanzusehen, vor allem dank der Killermaschine Rita: Die 57-jährige Margarethe Tiesel ("Paradies: Liebe") sticht neben den sonst eher amateurhaft anmutenden Darstellungen heraus und bringt als kampflustige Hüttenwirtin mit kultverdächtigen One-Linern à la "Heit gibt's Faschiertes" oder "Bring it on" die meisten Lacher.

Mehr Witz bitte!

Klar ist es toll, wenn sich heimische Nachwuchstalente an Genrekost wie Horrorkomödien versuchen. Aber mehr Witz, bessere Jungschauspieler (nur die erwähnten "Alten" sind gut!) und vor allem mehr Energie hätten dem bunten Trashwerk sehr gutgetan.

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