"Am Hang"

Drama/Romanze, D/CH/I 2013
Gedeck spielt eine Frau auf Identitätssuche

Gedeck spielt eine Frau auf Identitätssuche

Felix ist verzweifelt. Seine geliebte Frau Valerie will nicht mehr mit ihm zusammenleben. Und so versucht er, sie zurückzugewinnen. Als leises, sensibles Psychodrama hat der mehrfach mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnete Regisseur Markus Imboden ("Mörder auf Amrum") den Bestseller "Am Hang" verfilmt. Mit Martina Gedeck, Henry Hübchen und Max Simonischek.

Felix (Hübchen) und Valerie (Gedeck) sind ein Ehepaar in der Krise oder vielleicht auch schon gar kein Paar mehr. Denn Valerie hat nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung beschlossen, dass sie künftig allein leben will. Felix reist seiner Valerie nach in den gediegenen Kurort am See, wo sie sich erholt und wo Felix, ohne es zu wissen, auf Valeries Ex-Liebhaber trifft. Thomas (Simonischek) und Felix ahnen nicht, dass sie dieselbe Frau lieben und geliebt haben. Doch nach und nach findet Felix heraus, wer Thomas ist - daraufhin nimmt das Geschehen eine unerwartete Wendung.

Imboden inszeniert die tragische, mit zahlreichen Rückblenden erzählte Geschichte, ohne ihr das Rätsel zu nehmen. In ihren besten Momenten erinnert die Romanverfilmung an Claude Chabrols psychologische Thriller, die die losen Erzählfäden und die eigenwilligen Figuren am Ende zu einem schlüssigen, meist überraschenden Finale zusammenführen.

Martina Gedeck fasziniert als vorsichtig nach eigener Identität tastende Frau. Für Romankenner vielleicht gewöhnungsbedürftig: Anders als in der Vorlage haben sich die Filmemacher für einen klareren, eindeutigeren Schluss der Geschichte entschieden.

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