Alles was kommt: Aus dem Leben einer Lehrerin

Drama, F/D 2016

Nathalie reagiert auf die neue Situation mit gemischten Gefühlen

Geistreiche Tragödie: Isabelle Huppert als Philosophie-Professorin, deren Leben zerbröselt

Als vor ihrem Pariser Lycée gestreikt wird und die Schüler über Arbeitnehmerrechte diskutieren wollen, lässt Philosophielehrerin Nathalie (Huppert) sie stattdessen über folgenden Satz von Jean-Jacques Rousseau nachdenken: "Wenn es ein Volk von Göttern gäbe, so würde es demokratisch regiert werden. Eine so vollkommene Regierung passt nicht für Menschen". Dann schiebt sie noch nach: "Nicht falsch auslegen, Rousseaus Ideen waren die Basis für die Revolution!"

Nathalie geht voll in ihrem Beruf auf und lebt im Einklang mit sich selbst -auch wenn die zwei Kinder schon erwachsen und aus dem Haus sind und sie von ihrer exzentrischen Mutter auf Trab gehalten wird. Doch dann eröffnet ihr aus heiterem Himmel ihr Ehemann und Kollege Heinz (Marcon), dass er sie nach 25-jähriger Ehe für eine andere Frau verlässt.

Nathalie versucht, entspannt zu bleiben und die neu gewonnene Freiheit zu nutzen. Etwa, indem sie ihren einstigen Lieblingsschüler Fabien (Kolinka) besucht, der sich auf einen alten Bauernhof zurückgezogen hat und dort mit jungen deutschen Anarchisten weinselige Debatten schwingt. Doch dann macht auch noch der Verlag Schwierigkeiten, in dem Nathalie ein Schulbuch und eine Sammlung philosophischer Aufsätze veröffentlicht...

Für das von Leichtigkeit und feinem Humor getragene Drama über Umbrüche im Leben erhielt Mia Hansen-Løve (Der Vater meiner Kinder) in Berlin heuer den Silbernen Bären.

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