Alles unter Kontrolle

F 2016

Karzaoui wird seine Abschiebung nicht so einfach hinnehmen

Nichts für Moralisten: In diesem Chaos-Klamauk sorgen ein Polizist und ein Flüchtling für Lacher.

Sollten Sie der Ansicht sein, dass die Abschiebung Illegaler kein Thema für eine Komödie ist, dann brauchen Sie nicht weiterzulesen oder gar ins Kino zu gehen.

Denn in ‚Alles unter Kontrolle‘ geht es um einen Afghanen, der von einem französischen Polizisten nach Kabul gebracht werden soll, was allerlei Chaos zur Folge hat – so die Kurzfassung. Mit dieser Prämisse hat Regisseur und Drehbuchautor Philippe de Chauveron jedenfalls kein Problem und mit Political Correctness fängt er ohnehin nichts an, wie schon sein voriges Werk ‚Monsieur Claude und seine Töchter‘ zeigte.

In dem Kino-Superhit von 2014 bekam jeder eine auf den Deckel: Franzosen, Araber, Juden, Asiaten. Auch hier bleibt de Chauveron seiner Linie treu: Nationalitäten und Flüchtlingsproblematik sind für ihn nur Mittel zum Zweck. Und dieser Zweck ist die Suche nach einem guten Gag.

Darum geht's in ‚Alles unter Kontrolle‘:

Flic José (Ary Abittan) soll den afghanischen Kleingauner Massoud (Medi Sadoun) nach Kabul eskortieren, natürlich in Handschellen, es handelt sich um eine Abschiebung. Schon im Flieger gibt es Turbulenzen, Massoud versucht sich erfolglos mit einem Raumduftspray das Leben zu nehmen. Dann hat er aber Glück: Der Flieger muss auf Malta notlanden. Jetzt setzt er alles daran, José und dessen tölpeligen Kollegen (Cyril Lecomte) wieder loszuwerden.

Unsere Meinung zu ‚Alles unter Kontrolle‘:

Wie bereits erwähnt: Um einen Beitrag zur Flüchtlingskrise ging es dem Macher hier nicht (Happy End hin oder her), sondern um Gags. Die sind oft derber Natur, manchmal zünden sie, manchmal auch nicht. Sein Plus sind die zwei Hauptdarsteller, die man schon als Schwiegersöhne aus Monsieur Claude kennt. Nüchtern betrachtet, war das auch der lustigere Film. Gute Nachricht: Eine Fortsetzung ist in Arbeit.

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