Alles für meinen Vater

Drama, D/IL 2008
Liebe eines Selbstmordattentäters zu einer Jüdin

Liebe eines Selbstmordattentäters zu einer Jüdin

Von den menschlichen Aspekten der blutigen politischen Kämpfe in Nahost erzählt Dror Zahavi in seinem Kinodebüt "Alles für meinen Vater". Im Mittelpunk steht ein junger palästinensischer Selbstmordattentäter, der aufgrund einer Panne zwei Tage in Israel verbringen muss, die Menschen dort kennenlernt und in einer Jüdin seine große Liebe findet.

Unterwegs nach Tel Aviv, im Auto zweier Komplizen, legt er die Weste voller Munition und Nägel an. Während draußen die Wüste vorbeizieht, erhält er letzte Instruktionen: "Was du tust, ist wichtig." Doch der jungenhafte, ernst blickende Tarek (Shredy Jabarin) hat Angst. "Mir ist schlecht", sagt er. Dann kommt vieles ganz anders: Im Menschengewühl auf dem Markt der Stadt streikt die Zündung des palästinensischen Selbstmordattentäters. Tarek erhält zwei Tage Galgenfrist, genug, um einige Israelis und ihr Alltagsleben in den malerischen Gassen Tel Avivs kennenzulernen. Und um sich in die aufmüpfige Jüdin Keren (Hili Yalon) zu verlieben.

In einfachen, ruhigen und stimmungsvollen Bildern, mit Figuren voller Schwächen und Schrullen auf beiden Seiten des Konflikts gestaltet der 49-jährige Fernsehregisseur Zahavi ("Tatort", "Die Luftbrücke", "Der geheimnisvolle Schatz von Troja") seine Leinwandgeschichte.

Stets - manchmal auch überdeutlich - spürbar ist dabei das humane Anliegen der deutsch-israelischen Koproduktion sowie der Wunsch, ein möglichst großes, auch politisch weniger interessiertes Publikum zu erreichen. Im Mittelpunkt steht daher nicht der politische Konflikt, sondern eine tragische Liebesgeschichte wie sie in vielen Ländern dieser Erde passieren könnte. Das sensible Drama erhielt bereits internationale Auszeichnungen, wurde für den israelischen "Ophir" und in sechs Sparten für den Deutschen Filmpreis nominiert.

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