Alles eine Frage der Zeit

Komödie/Drama, GB 2013
Tim Lake reist durch die Zeit

Tim Lake reist durch die Zeit

Richard Curtis kann man getrost als Fachmann in punkto romantischer Komödie bezeichnen - ist er doch für Filme wie "Tatsächlich ... Liebe" oder "Notting Hill" verantwortlich. In "Alles eine Frage der ZEit" vermischt der Filmemacher sämtliche romantischen Ingredienzien mit dem Science-Fiction-Element Zeitreise.

Kurz nach seinem 21. Geburtstag wird Tim Lake (Domhnall Gleeson) von seinem Vater (Bill Nighy) in das Geheimnis eingeweiht, dass sämtliche Männer der Familie die Fähigkeit besitzen, in die eigene Vergangenheit zu reisen. Die Geschichte kann er so zwar nicht verändern, seinem spärlichen Liebesleben aber auf die Sprünge helfen. So wird der verpasste Neujahrskuss nachgeholt und dem großen Schwarm doch noch die Liebe gestanden.

Jahre später lernt Tim als angehender Anwalt in London die hübsche Amerikanerin Mary (Rachel McAdams) kennen und lieben, doch eine unüberlegte Zeitreise macht die Begegnung nichtig. Zwei "erste Treffen" später hat er ihr Herz erneut gewonnen - und auch für den erfolgreichen ersten Sex, den perfekten Heiratsantrag und andere Meilensteine ist Zeitreiserei von Vorteil. Doch irgendwann muss Tim feststellen, dass es auch in seinem Leben Dinge gibt, die sich nicht ändern lassen.

Der spannende Gedanke des Films, wie mit Zeitreisen nach Verlust eines geliebten Menschen oder der Geburt des eigenen Kindes zu verfahren ist, wird spät und äußerst rasch abgehandelt. Was zurück bleibt, ist eine langatmige, sentimentale Familien- und Liebesgeschichte ohne bemerkenswerte Chemie zwischen den Hauptdarstellern, dafür mit dem wie immer erfrischenden Curtis-Liebling Bill Nighy. "Alles eine Frage der Zeit" verbindet bekannte Elemente aus Curtis' filmischer Vergangenheit, vom Westlondoner Umfeld bis zur amerikanisch-britischen Love Story, lässt aber an seinen gewitzten Dialogen und schrägen Charakteren vermissen.

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