Alexandre Ajas Maniac

Krimi/Horror, F/USA 2012
Elijah Wood als Frauenmörder

Elijah Wood als Frauenmörder

Elijah Wood ist ein Schauspieler, den man leicht unterschätzt. Millionen Zuschauer kennen ihn als tugendhaften Hobbit Frodo Beutlin aus der "Herr der Ringe"-Trilogie, eine Lichtgestalt umgeben von finsteren Mächten. Dabei glänzte der Mime bereits in Ang Lees "Eissturm". Mit dem äußert expliziten, blutrünstigen Horror-Remake "Alexandre Ajas Maniac" erobert Wood nun ein ganz neues Terrain.

Wood verkörpert darin den Psychopathen Frank, der stundenlang mit dem Auto durch das nächtliche Los Angeles fährt, auf der Suche nach Frauen, die er bestialisch ermordet und dann skalpiert. In seiner Werkstatt für Schaufensterpuppen drapiert er die Haare der Opfer auf die Köpfe seiner Modelle. Als Frank die attraktive Fotokünstlerin Anna (Nora Arnezeder) kennenlernt, scheint er zum ersten Mal in seinem Leben so etwas wie Liebe zu verspüren.

Dieser Trip in die Abgründe einer kaputten Psyche ist wahrlich nichts für schwache Nerven, denn Regisseur Franck Khalfoun hält in seinem Remake des Slasherfilms "Maniac" (1980) etliche Schockmomente bereit. Besonders perfide: Fast der gesamte Film ist aus der subjektiven Perspektive des Killers gedreht, Elijah Woods Gesicht bekommen wir meistens in Spiegeln oder Überwachungskameras zu sehen.

Eine nervenaufreibende Tour de Force nimmt ihren quälenden Verlauf, unterlegt mit plumpen Anleihen an einen Klassiker wie "Das Schweigen der Lämmer" und leider psychologisch ziemlich simpel gestrickt.

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