Ainoa

Abenteuer/Science Fiction, A 2005
"Ainoa": Österreichs Bergwelt als Zukunftsszenario

"Ainoa": Österreichs Bergwelt als Zukunftsszenario

Marco Kalantari wollte einen österreichischen Science Fiction-Film drehen, der sich auch vor amerikanischen Vergleichsproduktionen nicht zu verstecken braucht. Für dieses Vorhaben nahm sich der gebürtige Wiener fast acht Jahre Zeit - vom Drehbuchstart 1998 bis zum nunmehrigen Kinostart des Märchens rund um das Robotermädchen Ainoa.

Die Grundidee des Films ist einfach: "Es ist die Geschichte über ein Mädchen, das eine Bombe ist und es nicht weiß", wie Kalantari sagt. Im Jahr 2078 ist es dunkel auf der Welt, der dritte Weltkrieg im Jahr 2014 hat das meiste Leben ausgelöscht. Damals hat jedoch der Wissenschaftler Dr. Kerensky ein Androidenmädchen entwickelt, das aus der Zukunft den großen Krieg steuern kann. Ainoa (Verena Buratti) könnte Daten in die Vergangenheit senden und den Lauf der Geschichte beeinflussen - daher wird sie von der Regierung seit 64 Jahren in einem Hochsicherheitstrakt festgehalten. Als die Roboterfrau nun im Jahr 2078 von einer Gruppe Widerstandskämpfer befreit wird, soll sich die Prophezeiung doch erfüllen: Ainoa könnte rückwirkend den Krieg verhindern. Hilfe findet sie beim Kämpfer Yuri (Simon Licht), zwischen ihnen entwickelt sich eine sanfte Liebe. Doch die Truppen der Regierung sind den Flüchtigen bereits auf den Fersen...

Man merkt dem Film an, mit wie viel Begeisterung und Engagement das junge Team um Kalantari und Produzent Philipp Weck an der Arbeit war. Die österreichische Bergwelt wurde von den Kameras als post-apokalyptisches Szenario perfekt eingefangen, die Actionszenen sind größtenteils sehr gelungen. Rund 500 Leute - neben professionellen Schauspielern auch mehrere Laien - waren schlussendlich an dem Projekt beteiligt, neben den Dreharbeiten entstand zudem Kalantaris Roman zu "Ainoa", der für die gesamte Crew mehr oder weniger als Bibel herhielt.

Kinotipps
Die Hochzeit

Die Hochzeit [KINOTIPP]

Drei Paare und jede Menge Turbulenzen!

Kinotipps
Anders essen - Das Experiment

Anders essen – Das Experiment [KINOTIPP]

Unsere Art zu essen belastet das Klima. Doch wie groß ist die CO2-Last tatsächlich?

Kinotipps
Miles Davis: Birth of the Cool

Miles Davis: Birth of the Cool [KINOTIPP]

Stanley Nelson Jr. porträtiert den einflussreichsten Jazzmusiker des 20. Jahrhunderts

Kinotipps
Viva The Underdogs - A Parkway Drive Film

Viva the Underdogs – A Parkway Drive Film [KINOTIPP]

Die Geschichte der australischen Metalcore-Band Parkway Drive auf der Kinoleinwand

Kinotipps
Vom Gießen des Zitronenbaums

Vom Gießen des Zitronenbaums [KINOTIPP]

Als unbeschwerter Flaneur läuft Regisseur Elia Suleiman los und erlebt eine Irrfahrt in die absurden Abgründe unserer Zeit

Kinotipps
Ein verborgenes Leben

Ein verborgenes Leben [KINOTIPP]

Terrence Malick erzählt die Geschichte des heldenhaften österreichischen Bauern Franz Jägerstätter, der sich weigerte, für die ...