Ai Weiwei - Never Sorry

Dokumentation, USA 2012
Er gibt nicht auf

Er gibt nicht auf

Drei Jahre begleitete die US-Regisseurin Alison Klayman den berühmtesten chinesischen Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei mit der Kamera. Ihr Porträt ist zugleich eine dramatische Dokumentation des heutigen Chinas. Nun kommt der ergreifende Film ins Kino.

Es ist ein wichtiges Zeitdokument - ein Film über das "andere Gesicht Chinas" und die Rolle der Kunst. Packend dokumentiert "Ai Weiwei - Never Sorry" das Werk des berühmtesten zeitgenössischen Künstlers Chinas und seinen Kampf gegen das Unrecht im System. Die Regisseurin Alison Klayman hat Ai Weiwei über drei Jahre begleitet, seine Familie, Freunde und Kollegen interviewt. Ihre 91-minütige Dokumentation ist ein bewegendes Porträt einer der wichtigsten Persönlichkeiten des modernen Chinas.

"Wer den Film gesehen hat, wird klar verstehen, was für ein China und was für eine Gesellschaft wir uns wünschen, um etwas zur Menschheit beizutragen", sagt der 55-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa in Peking. "Das ist der erste Schritt, um China zu verstehen." Der Film, den Ai Weiwei "sehr authentisch" nennt, steht im krassen Gegensatz zum offiziellen Kulturjahr Chinas, das die chinesische Regierung gerade in Deutschland veranstaltet.

Sein Markenzeichen ist eigentlich "Never Sorry": Es ist ein Protest gegen die Gleichgültigkeit, die in der Ausrede "So Sorry" steckt, mit der sich die Mächtigen gerne aus der Verantwortung ziehen. Auf freiem Fuß besinnt sich Ai Weiwei erstmal auf das Privatleben, genießt das Dasein als Vater mit seinem Sohn. Nur langsam traut er sich, wieder Interviews zu geben. Doch bald spricht er wieder Klartext: "Es gibt eine Verantwortung für jeden Künstler, die Meinungsfreiheit zu schützen."

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