After Earth

Action/Abenteuer, A 2013

In TV und Kino finden: Jaden Smith, Will Smith, Sophie Okonedo, M. Night Shyamalan

Vater und Sohn ziehen in den Kampf

Vater und Sohn ziehen in den Kampf

Unter der Regie von M. Night Shyamalan agiert US-Star Will Smith ("Men in Black") in "After Earth" an der Seite seines Sohnes Jaden ("Karate Kid"). Gemeinsam kämpfen sie sich durch das Science-Fiction-Abenteuer.

Eintausend Jahre in der Zukunft ist die Erde für die Menschheit wieder einmal unbewohnbar geworden. Diese hat sich glücklicherweise aber schon lange vom blauen Planeten, der nun wieder von Fauna und Flora beherrscht wird, verabschiedet und fristet auf "Nova Prime" ihr Dasein - in ständiger Angst vor insektenhaften Aliens, den Ursas, die ihre Opfer aufgrund des Angstgeruches lokalisieren können.

Das futuristische Setting dient dabei in erster Linie der Ergründung einer Vater-Sohn-Beziehung: General Cypher Raige (Will Smith) gilt als Militärheld, da er sich von den Ursas schützen kann, indem er seine Angst unterdrückt. Um das "ghosting" genannte Vorgehen weiterzugeben, reist er mit seinem Sohn, dem Kadetten Kitai (Jaden Smith), zu einer Ausbildungsmission. Als das Raumschiff in einen Meteoritenhagel gerät, findet man sich nach einer Bruchlandung auf der Erde wieder. Und während Cypher schwer verletzt im Rumpf des Schiffes zurückbleibt, begibt sich Kitai auf eine strapaziöse (und actionreiche) Mission, um das rettende Funkgerät zu finden.

Jaden Smith ("Karate Kid") muss dadurch einen Großteil des Filmes auf seinen Schultern tragen, was dem 14-Jährigen mehr schlecht als recht gelingt. Bebende Nasenflügel und ein angsterfüllter Blick angesichts diverser Fluchtsequenzen sind dabei das Höchste der Gefühle, während Vater Will seinen General als Stoiker mit militärischer Strenge anlegt und dabei ebenso hölzern wie blass bleibt. Erschwerend kommen die vor Pathos triefende Anweisungen Cyphers hinzu, die per Funk zu seinem Sohn gelangen: "Angst ist nur eine Möglichkeit", "Verschmelze mit dem Hier und Jetzt" oder "Du bestimmst diesen Augenblick".

Nicht zuletzt diese immer wieder prägnant eingesetzte "Überwindung der Angst" brachte dem Film bei amerikanischen Kritikern einiges an Häme ein, sehen sie darin doch Scientology-Referenzen. Ob Will Smith, auf dessen Idee das Drehbuch beruht, das im Hinterkopf hatte, sei einmal dahingestellt. Das von "Sixth Sense"-Regisseur M. Night Shyamalan inszenierte Bombast-Spektakel kann jedenfalls nichtüberzeugen, bietet höchstens absurde Dialoge, lieblos aneinandergereihte, computeranimierte Bilder und eine sich dröge dahinschleppende Handlung.

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