Adams Ende

A 2011
Conrad und Adam sind verzweifelt

Conrad und Adam sind verzweifelt

Jung, frei und ungebunden - oder doch nicht? Jungregisseur Richard Wilhelmer präsentiert mit dem Drama "Adams Ende" Menschen, die mit dem Erwachsenwerden sowie mit Angst, Sex und Verzweiflung konfrontiert werden.

Adam (Robert Stadlober) verzweifelt an seiner langjährigen Beziehung zu seiner Partnerin Anna, die nur noch auf seelischer Abhängigkeit und körperlicher Anziehung beruht. Gleichzeitig beneidet er seinen Freund Conrad. Während dieser ein Leben mit nächtelangen Partys und One-Night-Stands vorlebt, fühlt sich Adam von einer Beziehungskrise und emotionalen Verstrickungen in die Enge getrieben. Als dann auch noch Annas beste Freundin Carmen vermehrt im Leben des Trios auftaucht und in seinen Augen alles durcheinander bringt, steigern sich Angst und Eifersucht zu psychopathischer Gewalt.

Mit "Adams Ende" hat Richard Wilhelmer seinen Einstand als Spielfilmregisseur gegeben und sich dabei als Meister des Spiels erwiesen. So wechselt der Jungfilmemacher nicht nur scheinbar mühelos das Genre seiner Erzählung, sondern leitet bereits mit dem Titel "Adams Ende" in die Irre, zumal der Film das Ende eines so ziemlich jeden zeigt, mit Ausnahme der Figur Adams.

Bei seiner No-Budget-Produktion standen Wilhelmer dank freundschaftlicher Beziehung etablierte Schauspieler wie Robert Stadlober oder Paula Kalenberg zur Seite, die ein Quartett Berliner Bobos in der Welt der Werbeagenturen und Kreuzberger Altbauwohnungen spielen. Im Spannungsfeld ermüdeter Beziehung, angehender Flirts, komplexer Freundschaftsbegehren und enttäuschter Erwartungen findet man sich zur gemeinsamen Sommerfrische zusammen. Angezogen wie Kinder in den 1980ern, bewegen sich die Protagonisten in satten Sommerfarben, die das Bild durchfluten. Oberflächlich erweckt alles den Anschein eines klassischen Beziehungsfilms, wobei bereits hier der Fokus auf die einzelnen Protagonisten ebenso fließend wechselt wie die Problemlage.

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