A Scanner Darkly

Drama/Science Fiction, USA 2006
Ein optisches Zuckerl fürs Auge

Ein optisches Zuckerl fürs Auge

Die Romane und Erzählungen des Cyber-Punk-Vorreiters Philip K. Dick haben schon oft Stoff für Hollywood-Blockbuster (z.B. "Blade Runner", "Minority Report") geliefert. Mit "A Scanner Darkly" hat sich Richard Linklater an die Verfilmung einer weiteren Romanvorlage des Science-Fiction-Autors gewagt. Unterstützung bekam er dabei von einem wahren Star-Ensemble (u.a. Keanu Reeves und Winona Ryder).

Der Film zeigt ein Amerika der nahen Zukunft, in dem große Teile der Bevölkerung von der gefährlichen neuen Droge "D" abhängig sind. Undercover-Agent "Bob" (Keanu Reeves) wird in die Drogen-Szene eingeschleust, verfällt aber schließlich selbst der Substanz. Schließlich setzen seine Vorgesetzten - die seine geheime Identität in der Szene nicht kennen - ihn auf sich selbst an. In diesem schizophrenen Setting muss "Bob" sich selbst bespitzeln und wird unter Einfluss der Droge immer tiefer in den Strudel aus verschiedenen Identitäten gesogen, sein "Ich" sukzessive zertrümmert.

Neben Keanu Reeves als "Bob" sind Robert Downey Jr., Woody Harrelson und Winona Ryder in dem Film zu sehen - oder eigentlich nicht. Denn formal fällt der Film wie schon Linklaters auf der Viennale 2001 gezeigter Streifen "Waking Life" mit der Machart des Rotoskopie-Verfahrens auf. Die zunächst mit den realen Schauspielern konventionell gedrehten Szenen wurden anschließend aufwändig übermalt, um eine unwirkliche Ästhetik zwischen Real- und Animationsfilm zu generieren.

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