96 Hours

Action/Krimi, F 2008
Liam Neeson will seine Tochter retten

Liam Neeson will seine Tochter retten

Paris als Sündenbabel: In "96 Hours" feiert die französische Oberschicht Partys mit Sexsklavinnen im Hinterzimmer, während korrupte Polizisten Schampus trinken. Andere Zwangsprostituierte erwarten in Bretterverschlägen weniger betuchte Kunden. Die französische Produktion zeigt die Stadt an der Seine als alptraumhaften Moloch. Liam Neeson legt als irdischer Racheengel diesen Sündenpfuhl trocken.

Sein Motiv: Albanische Menschenhändler haben in der französischen Hauptstadt seine 17-jährige Tochter entführt. In 96 Stunden, so die Statistik der CIA, werde sich die Spur zur Entführten für immer verlieren. So macht sich Neeson umgehend auf den Weg. Er spielt einen amerikanischen Geheimagenten, der unlängst seinen Job an den Nagel gehängt hat. Nun muss er nach Paris fliegen und den Entführern folgen. Dabei geht er äußerst brutal vor. "Wenn es sein muss, reiße ich den Eiffelturm ein", sagt er zu einem französischen Beamten, der seinen blutigen Rachefeldzug bremsen will.

Doch der Eiffelturm kommt nicht vor. Regisseur Pierre Morel ("Banlieue 13") verzichtet auf Postkartenmotive - obgleich viele Actionszenen erkennbar an Originalschauplätzen gedreht wurden. Produzent und Drehbuchautor des Filmes ist Action-Spezialisten Luc Besson ("Transporter", "Taxi").

Auch Hauptdarsteller Neeson, der als Titelheld von "Schindlers Liste" (1993) in die Kino-Annalen einging, entwickelt sich nach "Batman Begins" und "Seraphim Falls" immer mehr zum Action-Star. Der Wahl-Berliner und James-Bond-Bösewicht Anatole Taubman ("Ein Quantum Trost") tritt als Menschenhändler auf.

"96 Hours" ist Genrekino für Actionfans, das sich erfrischend wenig um Realitätsbezug bemüht. Die Filmemacher setzen auf eine wohldosierte Action-Choreographie.

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