39,90

Komödie, F 2007
Octave geht eine Beziehung mit Kollegin Sophie ein

Octave geht eine Beziehung mit Kollegin Sophie ein

Das Werbebudget weltweit beträgt jährlich etwa 500 Milliarden Dollar - Zehn Prozent davon würden ausreichen, um den Hunger auf der Welt zu stillen. Mit dieser Botschaft befasst sich Jan Kounens Film "39,90", der auf dem gleichnamigen Roman von Frederic Beigbeder basiert. Auch geht diese Tatsache nicht spurlos an Octave, dem Protagonisten, vorüber, der seinen Job in der Werbebranche satt hat.

Octave, gespielt vom französischen Komik-Star Jean Dujardin ("OSS 117"), arbeitet in der größten Werbeagentur in Paris. Er hat Talent, ist erfolgreich im Job, kommt bei den Frauen gut an und schwimmt im Geld. Trotz allem scheint er nicht richtig zufrieden zu sein.

Als er eine Beziehung mit seiner Kollegin Sophie (Vahina Giocante) eingeht, scheint alles andere auf einmal nebensächlich, denn Octave ist verliebt. Er macht einen Rückzieher, woraufhin der Kontakt zu Sophie abbricht. Unglücklich mit seinem Fehlverhalten, vegetiert er nur noch vor sich hin. Als er eines Tages ein Ultraschallbild seiner kleinen Tochter, von Sophie per Post erhält, stürzt er endgültig ab. Nur noch im Drogenrausch, landet er schließlich in der Entzugsklinik. Scheinbar geläutert kehrt er von dort nach einiger Zeit zurück, in eine Welt, in der er nicht mehr leben will.

Regisseur Jan Kounen weicht mit seiner Literaturverfilmung teilweise sehr stark, vom umstrittenen, aber erfolgreichen Roman von Beigbeder ab, beispielsweise wenn er dem Kinopublikum ein neues Ende präsentiert. Ein Mix aus Bildern der Realität und im Drogenrausch produzierten Wahnvorstellungen, sorgen dafür, dass der Zuschauer selbst nicht mehr sicher sein kann, was real und was Teil einer Halluzination Octaves ist.

Ab und an humorvoll, vor allem aber schockierend, entwirft Kounen mit seinem Film ein Bild von der Werbebranche, dass faszinierend und zugleich abschreckend wirkt.

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