30 Days of Night

Horror/Thriller, NZ/USA 2007
Josh Hartnett kämpft gegen die Blutsauger

Josh Hartnett kämpft gegen die Blutsauger

In Barrow, einer abgeschiedenen Kleinstadt in Alaska, herrscht jedes Jahr für einen Monat Finsternis. 30 Tage lässt sich die Sonne nicht blicken. Diese natürlichen Gegebenheiten sind für eine Spezies lichtscheuen Gesindels geradezu unwiderstehlich. In David Slades "30 Days of Night" fällt eine Horde Vampire in den Ort ein und beschert den Einwohnern einen blutigen Monat.

Der Begriff "Kult" wird spätestens seit der Verfilmung des "Kult"-Comic "300" etwas inflationär gebraucht. Und was als Comic noch ob der außergewöhnlichen grafischen Gestaltung "kultig" oder zumindest doch künstlerisch daherkommt, ist in der filmischen Umsetzung gelungen transportiert worden.

"30 Days of Night" ist ein solcher Fall. Vor fünf Jahren brachten die US-Amerikaner Steve Niles und Ben Templesmith ihre Graphic Novel auf den Markt. Die Fangemeinde jubelte, waren doch die Illustrationen in ihrer Düsterheit neu und für Horrorfreaks durchaus bestechend. "Der klassische Vampir hat ja immer etwas von einem Grufti oder auch einem romantischen Zuhälter. Mir schwebten dagegen Fressmaschinen vor," beschreibt Templesmith seine Vision des Vampirs für "30 Days of Night".

Bei Regisseur Slade, der vor zwei Jahren mit seinem kompromisslosen Thriller "Hard Candy" schockierte, traf er damit auf den Richtigen. "Es wird viel Rot zu sehen sein," prophezeite dieser. Und das kommt auf dem vielen Weiß des zugeschneiten Städtchens besonders gut.

Die Vampire wurden von den neuseeländischen Effektkünstlern gestaltet, die auch schon die Orks und andere finstere Gestalten in Peter Jacksons "Der Herr der Ringe" verantworteten. Und Josh Hartnett ("Pearl Habor", "Sin City") als schöner, von seiner Frau verlassener und dennoch mutig gegen die Vampire kämpfende Provinzsheriff bietet ein ansehnliches Gegengewicht zu den geifernden, blutverschmierten Geschöpfen der Nacht.

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