12:08 Östlich von Bukarest

Komödie/Drama, ROM 2006
12:08 Östlich von Bukarest

Am 22. Dezember 1989 ist das Regime Nicolae Ceausescus zerbrochen. Aber hat die rumänische Revolution überall stattgefunden? "A fost sau n-a fost" (Originaltitel: "Gab es eine oder gab es keine"), fragt sich der rumänische Regisseur Corneliu Porumboiu in seinem ersten langen Spielfilm "12:08 Östlich von Bukarest": In der Kleinstadt Vaslui will jeder ein Held gewesen sein.

"Gab es in unserer Stadt eine Revolution, oder gab es keine", will Jderescu, ein engagierter Lokaljournalist, von seinen beiden Gästen und zugleich alten Bekannten vor laufender Kamera wissen. Für Jderescu ist klar, wann die Bewohner von Vaslui, wo auch Regisseur Porumboiu geboren wurde, als Revolutionshelden gelten, nämlich dann, wenn sie vor 17 Jahren vor 12:08 Uhr auf die Straße gingen, um zu protestieren. Um 12:08 floh Ceausescu mit seinem Hubschrauber vor den Revolutionären. Gingen sie erst danach, so seien sie nur Mitläufer, meint Jderescu.

Die beiden Männer sollen sich gemeinsam an den Tag erinnern, als sie angeblich zum Rathaus liefen und "Nieder mit Ceausescu" riefen. Der eine Studiogast Piscoci, ein Pensionist, ist aber einfach nur erfreut, einmal im Fernsehen zu sein. Der andere, Manescu, ein Geschichtslehrer, will mit drei Kollegen die lokale Revolution angezettelt haben.

Als Zeugen können Manescus angebliche Revolutionskollegen leider nicht mehr auftreten. Sie sind alle schon tot, und Manescu ist in Vaslui eher als Säufer denn als Held bekannt. Bei der Call-in Sendung rufen schließlich Fernsehzuschauer, echte Augenzeugen von damals, an, die die Diskussion in eine Anklage gegen Manescu verwandeln. Zwischen dem Auftreten einer Blaskapelle und der Werbung für den billigsten Wein der Stadt wird Manescu immer mehr zum lügnerischen Saufbold abgestempelt.

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