11:14

Drama/Thriller, USA/CDN 2003
Schicksalhafte Verstrickungen um 11:14

Schicksalhafte Verstrickungen um 11:14

Ein "Million Dollar Baby" auf der Besetzungsliste seines Debütfilms - das wünscht sich wohl so mancher junge Filmemacher. Greg Marcks hat es geschafft: Hilary Swank übernahm nicht nur einen Part in seinem Erstling "11:14", sondern engagierte sich auch gleich als Produzentin.

Das von der titelgebenden Uhrzeit 23.14 Uhr chronologisch rückwärts erzählende Drehbuch hatte es ihr angetan. Mit Hilfe unzähliger, an eine Wand gehefteter Zettelchen hat der Nachwuchsregisseur Marcks die "11:14"-Geschichte konstruiert. Gewürzt hat er seine im Rückwärtsgang vorankommende Story mit Ingredienzien einer Teenie-Komödie inklusive Koitus am Friedhof, halb aufgegessener Burger auf fremden Autoscheiben und - ja - einen abgetrennten Penis.

Ein Mann fällt von einer Brücke vor ein Auto, ein Mädchen wird von einem anderen Auto überfahren, eine Tankstelle wird ausgeraubt - früh ahnt man, dass diese verschiedenen Handlungsstränge eine Verbindung haben. Mit mehreren klein angelegten Spannungsbögen und vielen makabren Scherzen steuert der Streifen auf die Zusammenführung der Einzelbilder zusammen: Die überdrehten Teenies auf der Suche nach dem ultimativen Streich, die arme Tankstellenangestellte (Swank), die von ihrem besten Freund überfallen wird. Patrick Swayze hat als treusorgender Vater, der seiner Tochter Cheri (Rachael Leigh Cook) schon mal die Leichen aus dem Keller räumt, komische Momente im Zusammenspiel mit seinem unfolgsamen Hund. Insgesamt bleibt "11:14" eine gut konstruierte und schnell erzählte Geschichte über eine Schreckensnacht in einem amerikanischen Kaff. Gedanken über Schicksal und Zufall sind wohl beabsichtigt, aber nicht verfolgt. So bleibt die Moral von der Geschicht: Aus dem Autofenster pinkeln lohnt sich nicht.

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