"Life of Pi" - Schiffbruch mit Tiger 3D

Abenteuer/Drama, USA/RC 2012
Der Bestsellerroman galt lange als unverfilmbar

Der Bestsellerroman galt lange als unverfilmbar

Yann Martels Bestsellerroman "Schiffbruch mit Tiger" galt lange als unverfilmbar. So wundersam ist die Welt des kanadischen Autors, der mit seiner fantastischen Überlebensgeschichte um einen jungen Mann und einen Tiger 2002 den renommierten Booker-Preis holte. Doch Ang Lee hat jetzt das Unmögliche geschafft: Mit genialen 3D-Effekten und magischer Erzählweise entführt er in eine einzigartige Welt.

"Life of Pi: Schiffbruch mit Tiger" beginnt für den kleinen Pi (Irrfan Khan, "Slumdog Millionär") im geliebten Zoo des Vaters in Indien. Doch der will seiner Familie in Kanada eine bessere Zukunft bieten. Auf der Überfahrt mit der gesamten Arche Noah an Bord sinkt das Schiff in einem schweren Sturm, mit ihm Pi's Eltern und sein Bruder. Mit einer Handvoll Tieren, darunter ein verletztes Zebra, ein seekranker Orang-Utan, eine gefräßige Hyäne und leider auch ein Tiger, kann sich der Junge in ein kleines Boot retten. Nach kurzer Zeit sind es nur noch Pi und Parker, die jeden Tag ums Überleben kämpfen. Dass der Junge überlebt, weiß der Zuschauer schon früh. Denn in Flashbacks erzählt ein erwachsener Pi seine Geschichte einem neugierigen Schriftsteller, der die Wahrheit herausfinden möchte.

In seinem Martial-Arts-Epos "Tiger & Dragon" (2000) verzichtete Ang Lee noch weitgehend auf digitale Tricks. Damals ließ er Schwertkämpfer an unsichtbaren Seilen durch die Luft und übers Wasser gleiten. Für "Life of Pi" trommelte er nun jedoch Tausende Effekte-Experten zusammen. Das Ergebnis ist ein dreidimensionales Feuerwerk für die Sinne und eine berührende Parabel über Glaube, Mitgefühl, Freundschaft und Überlebenskampf.

Lee räumte im November in Berlin ein, dass er mit der 3D-Technik ein für ihn spannendes Neuland betreten habe. "Ich hatte immer wieder große Angst. Die Dreharbeiten waren ein riesiger Lernprozess für mich", gestand der Regisseur. Die Sorge war umsonst. "Life of Pi" hätte man kaum besser inszenieren können. Das haben auch schon die Juroren der Golden-Globe-Awards - dem wichtigsten Vorboten auf die Oscars - anerkannt: "Life of Pi" ist für drei Trophäen als bester Film, für die beste Regie und obendrein für die Musik nominiert.

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