You are wanted! Diese Moderatoren wollen wir gerne öfter sehen

Gerhard Maier präsentiert seit 2013 das ZiB Magazin und den ZIB Flash

Gerhard Maier präsentiert seit 2013 das ZiB Magazin und den ZIB Flash

Wir kennen sie als Auslandskorrespondentinnen, Sportmoderatorinnen oder aus Kultursendungen: Junge TV-Moderatorinnen und ihre männlichen Kollegen erzählen von ihrer täglichen Arbeit, was den Reiz vor der Kamera ausmacht und wohin sie beruflich wollen. Inklusive Highlights und Hoppalas!

Warum steht eigentlich jemand gerne vor der Kamera und was sind die Ausnahmesituationen als TV-Journalist bzw. -Moderator? Wer sind ihre Vorbilder und wohin soll die berufliche Reise gehen? Wir befragten die „junge Garde“ und wünschen uns, dass wir sie in Zukunft öfter im Fernsehen zu Gesicht bekommen!

Cornelia Primosch

Cornela Primosch weilt derzeit in Brüssel

Geburtsdatum: 22. September 1979

Geboren in: Wels

Sender: ORF

Vor der Kamera: Auslandskorrespondentin (Brüssel)

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderatorin vor der Kamera aus?
Cornelia Primosch: Die Zusatzdosis Adrenalin – man sollte sich keine Fehler erlauben, sobald das Rotlicht an ist.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Cornelia Primosch: Hoppala: Bei einer Live-Schaltung sah es aus, als würde ich weinen. An Sonntag wurde bekannt, dass das Bankgeheimnis für Ausländer in Österreich nun fallen werde (weil Luxemburg die Allianz mit Österreich verlassen hat). Ich ging gemütlich zur Liveposition, nur war leider ein 2,5 Meter hoher, extrem wackeliger Bauzaun im Weg. Musste diesen also erst in Stöckelschuhen und Live-Montur überwinden, das kostete enorm viel Zeit (bepackt mit Laptop, Unterlagen, Schminkzeug etc …), musste dann also zum Live hinsprinten, war sehr spät dran, völlig außer Atem und entsprechend aufgeregt. Die Folge: Der Live-Kommentar zum drohenden Abschied vom Bankgeheimnis für ausländische Bankkunden war wegen Atemnot tränenuntermalt und japsend … Ein echtes Drama.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Cornelia Primosch: Die Welt ist groß und voller Herausforderungen.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Cornelia Primosch: Menschen, die klug, authentisch und unprätentiös sind, wie Cornelia Vospernik.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Cornelia Primosch: Dank TVthek österreichische Serien (‚Schnell ermittelt‘, ‚Vorstadtweiber‘), nach Dienstschluss am Brüsseler Sofa gerne die Nachrichtenprogramme aus anderen EU-Ländern, französische Filme, ‚Tatort‘.

Christoph Riedl-Daser

Christoph Riedl-Daser begann seine Karriere bei TW1

Geburtsdatum: 24. April 1978

Geboren in: Wien

Sender: ORF

Vor der Kamera: ‚Orientierung‘, ‚kreuz und quer‘

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderator vor der Kamera aus?
Christoph Riedl-Daser: Als ORF-Religionsjournalist bin ich Teil der Redaktion, gestalte selbst auch Beiträge und arbeite eng im Team mit den anderen Beitragsgestaltern zusammen. Vor der Kamera, als Moderator des wöchentlichen, aktuellen Religionsmagazins ‚Orientierung‘, präsentiere ich die Beiträge unserer Redaktion, vertiefe mit Experten im Studiogespräch den Sachverhalt und führe unsere Zuschauer entlang eines inhaltlichen „roten Fadens“ durch unsere Sendung. Diese Mischung macht für mich den Reiz an meinem Beruf aus. Wenn das Rotlicht angeht, bin ich voll präsent, fokussiert und versuche bewusst, die Zuschauer konkret anzusprechen.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Christoph Riedl-Daser: Highlight: 13.3.2013 – weißer Rauch steigt aus dem Schornstein der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Keine 10 Minuten später bin ich gemeinsam mit Stefan Gehrer als Moderator einer Sondersendung aus unserem „Papst-Studio“ im Newsroom on air und berichte drei Stunden live nonstop über die Wahl des neuen Papstes. Von mehr als 100 möglichen Kardinälen, die zum Papst gewählt werden konnten, hatten wir 25 Porträts vorbereitet. Als ich den Namen Jorge Mario Bergoglio gehört habe, wusste ich: Wir sind richtig gelegen. Er war einer jener Kardinäle, die wir im Vorfeld zum Kreis der Favoriten gezählt hatten.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Christoph Riedl-Daser: Mein Ziel: Weiterhin als Gestalter und Moderator beim Publikum Interesse an Religions- und Glaubensfragen wecken, kritisch und unabhängig Hintergründe beleuchten und Sachverhalte verständlich erklären. Ich möchte die Grundlage dazu liefern, dass sich unsere Zuschauer ihre eigene Meinung bilden können.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Christoph Riedl-Daser: Von vielen erfahrenen „Moderations-Hasen“ im ORF kann man sich einiges abschauen: etwa die Hartnäckigkeit von Armin Wolf, die Stimme von Hubert Arnim-Ellissen oder das Outfit von Marcus Wadsak ;-)

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Christoph Riedl-Daser: Ich versuche täglich, das Ö1-Morgen- und Mittagsjournal zu hören und schaue täglich die ‚Zeit im Bild‘, ‚ZIB 2‘ sowie viele Info-Magazine des ORF. Außerdem stehe ich auf gut gemachte Serien … derzeit schaue ich – wohl auch zum Job passend – ‚The Young Pope‘.

Verena Gleitsmann

Verena Gleitsmann kennen wir von USA-Liveschaltungen

Geburtsdatum: 25. August 1987

Geboren in: Wien

Sender: ORF

Vor der Kamera: Auslandskorrespondentin (USA) bis Ende '16, jetzt Radio

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderator vor der Kamera aus?
Verena Gleitsmann: Es ist ein Adrenalin-Kick! Eine unglaubliche Anspannung, eine Konzentration, die einen vollkommen ins Hier und Jetzt katapultiert. Mittlerweile macht es mir großen Spaß und ich genieße es. Nach meinem ersten Mal „live“ vor der Kamera wäre ich aber beinahe ohnmächtig geworden.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Verena Gleitsmann: Highlight: Die Wahl Donald Trumps zum US- Präsidenten war sicher das Spannendste und Aufregendste, was ich jemals erlebt habe. Von dem Moment, als er auf der Rolltreppe im Trump Tower wie ein Wirbelsturm über uns alle hereingebrochen ist, bis zu seiner Angelobung – das war nicht nur journalistisch Tag für Tag eine Herausforderung, sondern auch persönlich. Ich bin in die entlegensten Winkel der USA gereist, hab nächtelang diskutiert, mit Tausenden Fragen im Kopf und vielen Aha-Momenten. Eine tolle Erfahrung.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Verena Gleitsmann: Nach dreieinhalb Jahren in den USA freue ich mich, wieder in Österreich zu sein. Aber irgendwann möchte ich gerne wieder aus dem Ausland für den ORF berichten, ein anderes Land entdecken. Ich fürchte, ich habe ein bisschen Feuer gefangen. Jeder Tag ist anders: an einem interviewt man eine berühmte Politologin, an einem anderen besucht man eine Kunstausstellung, und am dritten man stapft mit einer NGO durch die Wüste. Mich fasziniert diese Abwechslung.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Verena Gleitsmann: Ich bin ein unheilbarer Radio- und Radiostimmen-Fan. Meine „Stars“ sind die BBC-Journalistin Razia Iqbal und Steve Inskeep vom US-Sender NPR. Das sind kluge, souveräne, unaufgeregte Journalisten, von denen ich mir gerne ein großes Stück abschneiden würde. Genauso übrigens wie von meinen eigenen Kollegen: Seit ich selbst „draußen“ war, weiß ich, wie viel Einsatz und Professionalität hinter jeder einzelnen Geschichte stecken, und davor habe ich wirklich großen Respekt.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Verena Gleitsmann: Ich schaue eigentlich alles gerne – von Nachrichten bis zu Kabarettsendungen. Aber seit ich wieder aus den USA zurück bin, habe ich eine schöne Tradition wiederentdeckt: alte österreichische Filme am Samstagnachmittag. Die habe ich schon als kleines Kind mit meiner Mutter gerne geschaut – und genieße sie noch immer.

Gerhard Maier

Gerhard Maier kam vom Radio zum Fernsehen

Geburtsdatum: 16. Juni 1982

Geboren in: Fohnsdorf

Sender: ORF

Vor der Kamera: ‚ZIB Flash‘, ‚ZIB Magazin‘

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderator vor der Kamera aus?
Gerhard Maier: Da ich ja auch selber Beiträge und Reportagen gestalte, liegt für mich der Reiz vor allem darin, den Inhalt auch als Gesicht zu transportieren. Manchmal vorab kleine Aspekte des Themas zu suchen, die zum Staunen einladen. Oder einen eigenen Blickwinkel auf eine Geschichte zu finden. Dem Seher praktisch die Rutsche zu legen. Die kann ruhig auch unterhaltend sein, wenn sie Interesse an gesellschaftlichen oder politischen Ereignissen schafft und Information transportiert. Möglichst auf Augenhöhe zu fragen: Warum könnte das von Bedeutung sein? Wie ist das einzuordnen? Und schlussendlich sind der Reiz natürlich auch: die 10 Sekunden vor Sendung. Und dann Rotlicht.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Gerhard Maier: Gespräche mit interessanten Menschen: bei mir waren das bislang etwa ein längeres Interview mit Roman Polanski oder ein Interview mit Ingrid Betancourt (Anm.: kolumbianische Politikerin, die nach sechs Jahren Geisel-Haft im Dschungel Kolumbiens befreit wurde). Highlight im unfreiwilligen Sinn war ein fast zwei Minuten langer Blindflug im Fernseh-Studio, als ein Beitrag vor drei Jahren einfach nicht kommen und nicht kommen wollte. Die Technik spielte nicht mit. Und alle 10 Sekunden hieß es im Knopf im Ohr nur: Jetzt kommt er gleich. Bis irgendwann gar nichts mehr kam. Zwei Minuten können sehr lang werden. ;-)

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Gerhard Maier: Interessant ist alles, was einen kreativ fordert und über den eigenen Schatten springen lässt. Formate, die etwas Neues wagen. Vor, aber vor allem auch hinter der Kamera. Durchaus auch Formate, die Information mit Unterhaltung verbinden. Noch mehr von der Welt sehen – ab und an aus dem Ausland berichten. Interviews mit spannenden Menschen. Das wär schon was.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Gerhard Maier: Jedem, der in Richtung Journalismus geht, sei das letzte Interview des leider viel zu früh verstorbenen Robert Hochner ans Herz gelegt. Man findet es sehr einfach – ganz unten auf seiner Wikipedia-Seite. Rückgrat, Neugier, gepaart mit entwaffnender Selbstironie – das halte ich für eine ganz wunderbare Mischung. Vieles mag sich seit Hochner verändert haben. Vielleicht wäre er heute wie der YouTube-Blogger und Journalist Rayk Anders, der sich im Netz öffentlich-rechtlich positioniert. Aber allzu viel aus dem Hochner-Interview ist auch gleich geblieben. Ansonsten ist mir jeder Vorbild, der es schafft, eine Reportage so zu gestalten, dass sich der Seher, Hörer, Leser im guten Sinn darin verliert – und am Ende vielleicht sagt: Das ist interessant, das wusste ich noch nicht, da denke ich jetzt mal darüber nach.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Gerhard Maier: Dokus und Reportagen, die möglichst nah am realen Leben sind. ‚Am Schauplatz‘, Hanno Setteles ‚DOKeins‘ oder auch das ‚Weltjournal‘ im außenpolitischen Bereich. Außerdem: jeden Film oder jeden TV-Mehrteiler mit gutem österreichischem Schauspiel. Zuletzt den ‚Maximilian‘ -Mehrteiler. Und ich mag gern „Frei von der Leber weg“-Talkshows – etwa die NDR-Talkshow mit Barbara Schöneberger oder ‚3 nach 9‘ mit Giovanni di Lorenzo.

Rosa Lyon

Rosa Lyon wechselte von Ö1 zur ‚ZIB‘

Geburtsdatum: 11. April 1979

Geboren in: Graz

Sender: ORF

Vor der Kamera: ‚Guten Morgen Österreich‘, ‚ZIB‘

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderatorin vor der Kamera aus?
Rosa Lyon: Das Wichtigste in wenigen Sätzen zu sagen, in aller Früh und in der Kürze, ist eine spannende Aufgabe. Wenn das Rotlicht angeht, bin ich ganz im Moment. So viel Präsenz ist sehr beflügelnd.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Rosa Lyon: Ich werde nie vergessen, wie ich „US-Präsident Donald Trump“ sagte, da war er noch Präsidentschaftskandidat. Eine irritierende Art Hoppala-Wahl-Orakel.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Rosa Lyon: Weltherrschaft ;-)

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Rosa Lyon: Menschen, die ihren eigenen Stil haben, die pointiert, respektvoll, ja charmant und dennoch klar sind; denen man anmerkt, dass sie unheimlich gerne tun, was sie tun. Zum Beispiel Jon Stewart, der wunderbar über sich selbst lachen kann.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Rosa Lyon: Ich freue mich schon auf das schon länger angekündigte neue Programm Jon Stewarts auf HBO. Ansonsten Informationssendungen und im weitesten Sinne politische Diskussionen. Zum Serien-Schauen komme ich kaum noch, da gibt es eine wunderbare Welt: ‚Mad Men‘, ‚Homeland‘, ‚The Americans‘ ...

Peter Schneeberger

Peter Schneeberger wechselte 2009 vom ‚profil‘ zum ORF

Geburtsdatum: 25. April 1972

Geboren in: Zell am Ziller/Tirol

Sender: ORF, 3sat

Vor der Kamera: ‚Kulturzeit‘

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderator vor der Kamera aus?
Peter Schneeberger: Je größer der Stress ist, desto konzentrierter werde ich. Insofern wirkt die Kamera auf mich wie ein Putschmittel. Ich bin hellwach.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Peter Schneeberger: Für die Reihe ‚Orte der Kindheit‘ fahren wir mit Künstlern – wie der Titel schon sagt – an die Orte ihrer Kindheit. Für viele ist es lange her, dass sie ihr Dorf gesehen haben oder ihr altes Kinderzimmer. Meistens sind Tränen und starke Emotionen mit im Spiel. Das sind Momente, die ich nie vergessen werde. Meine liebste Erinnerung ist ein Erlebnis mit dem Schauspieler Peter Simonischek. Als Teenager hat er die Haare der reifen Maiskolben geraucht. Wir haben das nachgemacht. Er hat gelacht – mir war am nächsten Tag noch schlecht.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Peter Schneeberger: Ich habe keinen Masterplan, sondern halte es in Karrierefragen mit Konfuzius: „Der Weg ist das Ziel“.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Peter Schneeberger: Hunderte! Ich bewundere zum Beispiel die Spontaneität von Andi Knoll. Ich glaube, er hat noch nie einen schlechten Witz gemacht. Einer meiner absoluten Helden ist James Corden von CBS. Sein Erfolgsformat heißt ‚Carpool Karaoke‘. Er sitzt im Auto und fährt mit Superstars wie Madonna, George Clooney oder Adele durch die Gegend, tratscht und singt mit ihnen. Er kennt jede Songzeile, ist bestens vorbereitet, weiß genau, was er will – trotzdem ist er völlig unverstellt und locker. Besser geht’s nicht.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Peter Schneeberger: Ich liebe Sitcoms und Serien. Ich glaube, ‚The Nanny‘ kann ich auswendig.

Andrea Schlager

Andrea Schlager: Als Sport-Moderatorin erfolgreich in einer Männerdomäne

Geburtsdatum: 16. Juni 1982

Geboren in: Judenburg

Sender: ServusTV

Vor der Kamera: u. a. ‚Servus Hockey Night‘, ‚MotoGP‘

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderatorin vor der Kamera aus?
Andrea Schlager: Es macht mir grundsätzlich viel Freude, von Sportserien vor Ort berichten zu können und alles hautnah mitzuerleben. Für mich ist es vor allem der Livesport vor der Kamera, der den Reiz ausmacht, wenn man weiß, jetzt zählt es, es gibt keinen zweiten Versuch, keinen doppelten Boden, das ist einfach jedes Mal wieder Adrenalin pur und macht unglaublich viel Spaß.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Andrea Schlager: Zwei Szenen in der MotoGP letztes Jahr – das Moto-GP Rennen in Mugello. Obwohl Valentino Rossi ausgeschieden ist, gab es nach dem Rennen eine Track Invasion – die Fans sind auf die Strecke gestürmt, die Start-Ziel-Gerade war in Gelb getaucht, ich habe noch nie zuvor so einen Fan-Hype gesehen, so eine Euphorie, was den Sport und eben auch die Anhängerschaft zu Rossi betrifft. Und sehr speziell für mich war auch der Weltmeistertitelgewinn von Marc Márquez in Japan. Da herrscht einfach Ausnahmezustand in diesem Moment, und das live mitzuerleben, ist unbeschreiblich.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Andrea Schlager: Vorerst bin ich sehr glücklich und zufrieden da, wo ich bin, und mit den Sendungen, die ich moderiere. Mein großes Ziel war es immer, im Motorsport zu arbeiten, und na ja, da bin ich jetzt ja unter anderem auch ;-) Ich möchte meine Arbeit noch weiter verbessern, dazulernen und ausbauen. Mal sehen, was da noch alles auf mich zukommt.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Andrea Schlager: Monica Lierhaus zum Beispiel und generell die ersten Frauen im deutschen Fernsehen, zu denen ich ein wenig aufgeschaut habe. Den Moderationsstil von Ernst Hausleitner mag ich sehr gerne und durch ihn habe ich auch gesehen, dass ein guter Moderator nicht dieser vorgeformte, stets korrekte Typ sein muss, sondern seine eigene Persönlichkeit und auch Euphorie mit einbringen kann.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Andrea Schlager: Ich war schon immer ein Formel-1-Fan und darum versuche ich auch, die Rennen zu verfolgen, wenn es mir möglich ist. Grundsätzlich steht bei mir Sport auf der Fernsehliste. Bei Servus TV sehe ich zum Beispiel sehr gerne ‚Sport und Talk aus dem Hangar-7‘. Und ich muss ehrlich gestehen, aufgrund meiner vielen Reisen greife ich als Serien-Junkie (Lieblingsserien: ‚Black Mirror‘, ‚Narcos‘, ‚Friends‘ gehen immer) auch immer wieder auf On-Demand-Plattformen zurück.

Sonja Sagmeister

Sonja Sagmeister: Vollblut-Journalistin

Geburtsdatum: 20. Mai 1975

Geboren in: Villach

Sender: ORF

Vor der Kamera: ‚Pressestunde‘, ‚ZIB‘-Moderatorin

TV-MEDIA: Was macht den Reiz als Moderatorin vor der Kamera aus?
Sonja Sagmeister: Dass ich die ‚Pressestunde‘ moderieren kann, freut mich. Aber: Die Kamera hat für mich nie einen so starken Reiz ausgelöst, dass es ein Grund gewesen wäre, einen Moderations-Job anzustreben. Ich bin mit Leib und Seele Reporterin. Mit der Kamera kann man authentisch Situationen einfangen und damit besser Geschichten erzählen.

TV-MEDIA: Ihre bisherigen Highlights oder Hoppalas im Job?
Sonja Sagmeister: Konnte beim NATO Gipfel 2009 in Straßburg Ex-US-Präsident Obama außer Protokoll als einzige europäische Journalistin eine Frage stellen. Habe zu einem unkonventionellen Mittel gegriffen und einfach einen Zettel mit „1 question please“ hochgehalten.

TV-MEDIA: Wie sehen Ihre karrieretechnischen Ziele aus?
Sonja Sagmeister: Der ORF hat mir die Möglichkeit gegeben, weltweit, unter anderem auch als EU-Korrespondentin in Brüssel, zu arbeiten. Nun arbeite ich in der ‚ZIB 2‘ mit tollen Kollegen und Kolleginnen, damit habe ich einige meiner Ziele erreicht. Aufgrund meiner Ausbildungen, darunter ein internationales Medienmanagement-Programm, wurde ich von anderen Medien gefragt, ob ich ins Management wechseln möchte. Bin derzeit aber als Vollblut-Journalistin mit meinem – immer noch spannenden – Job beim ORF glücklich.

TV-MEDIA: Gibt es Vorbilder bzw. Kollegen, die Sie besonders beeindrucken?
Sonja Sagmeister: Auslands-Korrespondentin Antonia Rados ist ein Vorbild. Bei Talkshows: der inzwischen pensionierte US-Moderator Larry King. Im Medien-Management: Gerhard Zeiler, er hat es als Österreicher ins internationale Top-Management geschafft.

TV-MEDIA: Was schauen Sie selber privat gerne im Fernsehen?
Sonja Sagmeister: Die ‚ZIB 2‘ und zum Entspannen historische Dokus oder Serien wie ‚House of Cards‘.

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