Sasha von ‚Voice Kids‘: Wenn sich keiner umdreht, ist das eine traurige Angelegenheit

Sasha sitzt ab 5. Februar am ‚Voice Kids‘-Buzzer

Sasha sitzt ab 5. Februar am ‚Voice Kids‘-Buzzer

Es geht wieder los bei ‚Voice Kids‘! In drei „Blind Auditions“ präsentieren sich junge Sänger zwischen 8 und 14 Jahren ab 5. Februar auf SAT.1 (20.15 Uhr) den hochkarätigen Coaches. Es geht um viel, schließlich winkt dem Sieger der Show ein Ausbildungsvertrag in Höhe von 15.000 Euro sowie ein optionaler Plattenvertrag. Doch wo viel Sonne, da ist auch Schatten. Neben Lena Meyer-Landrut und Mark Foster sitzt heuer zum ersten Mal Sasha am Buzzer. Ihn haben wir zu seiner neuen Rolle und der Arbeit mit Kindern interviewt.

Sasha (‚If you believe‘) ist einer der erfolgreichsten Künstler der deutschen Musikszene. Wir baten den Sänger zum Talk über seine Onkel-Rolle bei ‚The Voice Kids‘, gebrochene Kinderherzen und den Kinderwunsch.

Sasha landete 1999 mit ‚If you believe‘ einen Megahit

Sasha bei ‚Voice Kids‘- Das ganze Interview:

TV-MEDIA: Haben Sie durch ‚Sing meinen Song‘ TV-Luft geschnuppert?
Sasha: Ja schon. Ist man mal da drin und die Leute lernen einen wieder kennen, ist das schon ein gutes Gefühl und man bekommt auch viele neue Angebote. Jetzt geht’s dann mal ums Verhandlungen führen. Aber es gibt heuer bzw. 2017 auf jeden Fall weitere TV-Projekte. Ich hoffe z. B., dass ich wieder bei ‚Teamwork‘ mitmachen darf. Ich hätte auch Lust, eine eigene Show zu machen. Aber mal schauen (lacht). Wir sind an der Planung von mehreren Formaten.

TV-MEDIA: Was erwarten Sie sich von ihrer Coach-Rolle bei ‚The Voice Kids‘?
Sasha: Es war eine super Erfahrung. Ich habe ja schon öfter Fernsehen gemacht, aber das war wohl das Bewegendste. Weil es einfach um junge Menschen geht, die singen wollen, die auf die Bühne wollen.


Ich kann schon ganz gut mit Kindern. Die Kids kommen zu mir, weil ich mich gut auskenne.

TV-MEDIA: Ist es Ihr erstes Mal, dass Sie mit Kids zusammenarbeiten? Wie bereitet man sich darauf vor?
Sasha: Für die Öffentlichkeit schon. Ich habe natürlich sehr viele Kids im Bekannten- und Verwandtenkreis. Ich habe Neffen und Nichten und kann schon ganz gut mit Kindern. Ich habe es, ohne es zu merken, daheim geübt (lacht). Wenn ich mit meinen Neffen geplaudert habe, habe ich insgeheim Interviews geführt. Und dachte dann: Oh Mann, ich bin ja schon voll in der Rolle (lacht).

TV-MEDIA: Kinderherzen können schnell gebrochen werden – wie geht man mit enttäuschten Kindern um?
Sasha: Ja das ist schon schwierig. Man kann ja nur ein paar Talents ins Team aufnehmen. Das ist nicht so einfach, wenn man weiß, ich muss auf jemanden warten, der noch besser ist. Wenn sich dann keiner umdreht, ist das eine traurige Angelegenheit. Aber ich glaube die Enttäuschung bei den Kindern währt nur kurz. Bei den Erwachsenen geht’s um einen Karrierewunsch, bei den Kids um einen spielerischen Wettbewerb. Aber natürlich möchte man gewinnen. Ich wollte auch als Kind schon gewinnen und der Beste sein. Ich wollte am weitesten Werfen, am schnellsten Laufen usw.

Sasha ist ein Wettkampf-Typ, der gerne siegt aber auch verlieren kann

TV-MEDIA: Also sind Sie ein Wettkampf-Typ?
Sasha: Ich bin schon auch ein spielerischer Wettkampftyp. Ich muss nicht siegen, ich bin auch ein relativ guter Verlierer. Deshalb kann ich glaube ich auch den Kids, wenn es ihnen nicht gut geht, über die Enttäuschung hinweg helfen und sie trösten. Aber es ist schon schwierig. Das schlimmste am Job ist es, den Kindern sagen zu müssen, Sorry, es hat heute nicht gereicht.


Ich kann den Kids gut helfen und sie trösten wenn es ihnen nicht gut geht.

TV-MEDIA: Sie blicken auf eine 25-jährige Musikkarriere mit vielen Auszeichnungen (Echo, Bambi, Goldene Kamera) zurück – was können Sie den Kids in ihrem Team beibringen?
Sasha: Ich mache ja ein bisschen so einen auf erfahren (lacht). Denn wie soll ich sonst gegen Mark und Lena antreten? Die Kids kennen mich ja nicht mehr (lacht). Und manchmal funktioniert das auch. Dann entscheiden sich die Kids für mich, weil vielleicht die Eltern sagen, geh mal lieber zum Onkel Sasha, der kennt sich gut aus. Aber ich werde auch grade wieder cool bei den jüngeren Leuten (lacht).

TV-MEDIA: Also wieder zurück zum Teenie-Schwarm?
Sasha: Ich mache sogar wieder Interviews mit der BRAVO, aber so als Onkel Sasha, wo ich Tipps gebe (lacht).


Ich werde gerade wieder cool bei jüngeren Leuten und mache Interviews mit der BRAVO.

TV-MEDIA: Wie verstehen Sie sich mit Ihren Mit-Juroren?
Sasha: Sehr gut. Wir frotzeln uns natürlich, weil das gehört zum Job. Aber ich muss jetzt nicht immer mit hochgekrempelten Ärmeln da sitzen – obwohl ich es tue – und fighten bis aufs Blut. Aber die beiden sind schon schlau und wissen, wie man es macht. Lena hat einen super Draht zu den Kids, da ist es schwierig als Neuling und alter Mann dazwischenzufunken und zu sagen, du kommst jetzt besser zu mir (lacht). Es ist nicht immer so leicht, aber es passiert.

TV-MEDIA: Ihr Durchbruch gelang 1998 mit „If You Believe“. Was hat Ihnen geholfen, immer an sich zu glauben?
Sasha: Jedes Mal wenn so ein Kind auf der Bühne steht und tierisch nervös ist, denke ich ‚Oh Gott, in deiner Haut, möchte ich nicht stecken‘. Dann aber: ‚Doch in deiner Haut hätte ich auch stecken wollen‘. Weil mich hat es immer in diese Richtung gedrängt. Nicht unbedingt in die Öffentlichkeit, aber auf die Bühne, um Leute zu unterhalten. Ich hatte immer ein gutes Gefühl für Musik und immer ein bisschen Show auf der Bühne gemacht, um die Leute zum Lachen zu bringen. Deshalb kann ich jedes Kind, das da steht, verstehen. Denen kann ich sicher auch etwas mit auf den Weg geben. Man darf nicht alles ganz so ernst nehmen, sondern es zuerst mal laufen lassen und schauen, was passiert.

Für ein neues Album ist nach den ‚Voice Kids‘ wieder Zeit

TV-MEDIA: Wie schaut es mit einem neuem Album aus?
Sasha: Ja ab 2016, aber zuerst konzentriere ich mich voll auf ‚The Voice Kids‘. Ich bin ja das erste Mal mit dabei und muss mich da noch reinfinden und habe vor, mich voll zu engagieren. Habe also für ein Album jetzt mal keine Muse, aber danach.

TV-MEDIA: Sie haben im Sommer heimlich geheiratet (Ehefrau Julia Röntgen). Sind Sie durch ‚The Voice Kids‘ auf den Geschmack von eigenen Kindern gekommen?
Sasha: (lacht). Warten wir erst mal ab. Wir haben genug Neffen und Nichten und jetzt auch die Kids von ‚The Voice‘ – das reicht erstmal (lacht).

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