Oscars 2016: Leo DiCaprios glücklichster Moment und alle anderen Abräumer

So sehen Sieger aus: Mark Rylance, Brie Larson, Leonardo DiCaprio und Alicia Vikander strahlen um die Wette

So sehen Sieger aus: Mark Rylance, Brie Larson, Leonardo DiCaprio und Alicia Vikander strahlen um die Wette

Endlich – Leo hat seinen Oscar. Die Rolle des leidenden Rächers in ‚The Revenant‘ hat ihm den goldenen Ritter in die Hände gespielt. An seiner Seite steht als beste Hauptdarstellerin heuer Brie Larson für ihre Performance in ‚Raum‘. Die große Überraschung war der Gewinner in der Kategorie ‚Bester Film‘: Das eigentlich erst in letzter Minute ins Gespräch gekommene Enthüllungsdrama ‚Spotlight‘ gewann. Abräumer des Abends war mit 6 (!) Oscars ‚Mad Max: Fury Road‘ Hier gibt es alle Gewinner aus allen Kategorien im Überblick – und was sie bzw. wir dazu sagen.

Beim sechsten Anlauf hat es also für Leonardo DiCaprio endlich geklappt – die goldene Statuette für den besten männlichen Hauptdarsteller ist sein. Aber von Anfang an: Im Vorfeld der heurigen Oscar-Verleihung gab es heftige Rassismus-Debatten, da kein einziger farbiger Schauspieler nominiert wurde. Der schwarze Comedian Chris Rock moderierte die Show. Und startete mit einem Eröffnungsmonolog, der einer rechten Watschen gleichkam:

Die Eröffnungsrede von Chris Rock

Relive Chris Rock's highly anticipated #Oscars opening monologue presented by Samsung Mobile USA.

Posted by ABC Television Network on Sonntag, 28. Februar 2016

‚Spotlight‘ ist 2016 der beste aller Filme

Wir hatten für diese Kategorie heuer keinen wirklichen Top-Favoriten – alle nominierten Filme haben sich einen Oscar verdient. Trotzdem: Da wir hier aber alle Journalisten sind, haben wir dem Enthüllungsdrama ‚The Spotlight‘ schon ein wenig den Vorzug gegeben. Nun ist ‚Spotlight‘ der Überraschungssieger geworden. Zudem gab's noch eine goldene Statuette für das beste Originaldrehbuch. Im Film geht es um eine wahre Geschichte: Die Journalisten des ‚Boston Globe‘ enthüllten einen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche.
In der Dankesrede verlieh der Koproduzent Michael Sugar die Hoffnung, dass der Film ein Signal an den Vatikan sei. Der Film habe den Überlebenden eine Stimme gegeben und der Oscar verstärke diese Stimme. Weiter an Papst Franziskus: „Es ist an der Zeit, die Kinder zu schützen und den Glauben wiederherzustellen." Wir finden: Abseits der Message an den Vatikan rückt der Oscar auch die (derzeit ja vielerorts heftig kritisierte) Pressezunft in ein positiveres Licht.

Die Journalisten decken einen Pädophilie-Skandal in der Kirche auf

Bester Hauptdarsteller – Leonardo DiCaprio (‚The Revenant‘)

Sicherlich einer der Momente des Abends: Leo kriegt endlich seinen Oscar! Wir gönnen es ihm. Wenngleich wir aber finden, dass ihn sich Bryan Cranston in vielerlei Hinsicht mehr verdient hätte. TV-MEDIA Filmexperte Horst-Günther Fiedler erklärt das hier. Die Dankesrede gibt es hier:

Und hier noch einmal der Moment des Abends: Leo kriegt endlich seinen Oscar! #AcademyAwards

Posted by TV-Media on Sonntag, 28. Februar 2016

Beste Hauptdarstellerin – Brie Larson (‚Raum‘)

Sie war zum ersten Mal nominiert und wurde promt zur besten Schauspielerin gewählt: Brie Larsonverwies nonchalant unsere Favoritinnen Cate Blanchett und Saoirse Ronan auf die Plätze. Die 26-Jährige Newcomerin erhielt für ihre Rolle in ‚Raum‘ – sie spielt eine Mutter, wie einst Natascha Kampusch gegen ihren Willen festgehalten wird – den Oscar.

Brie Larson bedankt sich für ihren ersten Oscar

Bester Nebendarsteller – Mark Rylance (‚Bridge of Spies‘)

Wir hatten ja auf Tom Hardy getippt (warum sehen SIe hier), doch es wurde Mark Rylance für seine Rolle als in New York festgenommenen KGB-Agenten im Agententhriller ‚Bridge of Spies - Der Unterhändler‘ von Steven Spielberg. Für den 56-Jährigen ist es der erste Oscar. Wir gratulieren!

Rylance an der Seite von Tom Hanks im Kalten Krieg

Rylance an der Seite von Tom Hanks im Kalten Krieg

Beste Nebendarstellerin – Alicia Vikander (‚The Danish Girl‘)

In dieser Kategorie hätten wir zwar gerne Jennifer Jason Leigh mit der güldenen Statuette gesehen, doch mit Alicia Vikander sind wir auch einverstanden ;-) Für ihre Rollein ‚The Danish Girl‘ bekam Sie die Trophäe für die beste Nebendarstellerin. Über die Dreharbeiten hat sie schon vor einiger Zeit mit uns gesprochen:

Exklusiv-Interview: Schauspielerin Alicia Vikander über das gemeinsame Drehen mit Eddie Redmayne

Beste Regie – Alejandro G. Iñárritu (‚The Revenant‘)

Wir gratulieren Alejandro G. Iñárritu herzlich zum zweiten Oscar für die beste Regie in Folge (letztes Jahr für ‚Birdman‘). Dennoch müssen wir nach wie vor die Frage in den Raum stellen: Was hat Ridley Scott heuer wieder falsch gemacht, dass man ihn übergangen hat? Schön langsam wäre es schon an der Zeit, dem Erschaffer von ‚Der Marsianer‘, ‚Alien‘ und ‚Gladiator‘ einen Oscar zu spendieren. Liebe Oscar-Jury: Wir hoffen auf nächstes Jahr!

Alejandro G. Iñárritu holt den zweiten Regie-Oscar in Folge

Beste Filmmusik – Ennio Morricone (‚The Hateful Eight‘)

Nachdem Morricone 2007 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk bekam, hat es heuer für ‚The Revenant‘ und seine geniale Filmmusik einen „richtigen“ gegeben. Zu Recht, wie wir finden!

Schon ein geniales Stück Musik ...

Und hier die Dankesrede des Altmeisters:

The Hateful Eight's Ennio Morricone takes home the gold for Best Original Score! Hear his #Oscars acceptance speech Thx2 AT&T!

Posted by ABC Television Network on Sonntag, 28. Februar 2016

Bester Filmsong – ‚Writing’s on the Wall‘ von Sam Smith (‚Spectre‘)

Ganz ehrlich, bei dieser Entscheidung fragt man sich schon: Warum?! Der Track ist wahrlich keine Auszeichnung für einen ‚Bond‘-Film.

Für die Oscar-Jury der beste Filmsong 2016

6 Oscars für ‚Mad Max: Fury Road‘

Zahlenmäßig war ‚Mad Max‘ zweifellos der Abräumer der heurigen Oscars: Für die großen Kategorien hat es zwar nicht gereicht, dennoch kann George Millers Action-Kracher mit Tom Hardy als veritabler Gewinner der Oscars 2016 angesehen werden.

Tom Hardy ist Mad Max

Tom Hardy ist Mad Max

OSCARS 2016 – ALLE KATEGORIEN, ALLE GEWINNER
KATEGORIE GEWINNER
Bester Film ‚Spotlight‘
Bester Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio (‚The Revenant‘)
Beste Hauptdarstellerin Brie Larson (‚Raum‘)
Bester Nebendarsteller Mark Rylance (‚Bridge of Spies‘)
Beste Nebendarstellerin Alicia Vikander (‚The Danish Girl‘)
Beste Regie Alejandro G. Iñárritu (‚The Revenant‘)
Bestes Originaldrehbuch ‚Spotlight‘
Bestes adaptiertes Drehbuch ‚The Big Short‘
Bester Animationsfilm ‚Inside Out‘
Bester fremdsprachiger Film ‚Son of Saul‘
Bester Dokumentarfilm ‚Amy‘
Bester Dokumentar-Kurzfilm ‚A Girl in the River: The Price of Forgiveness‘
Bester Kurzfilm ‚Stutterer‘
Bester animierter Kurzfilm ‚Bear Story‘
Beste Filmmusik Ennio Morricone (‚The Hateful Eight‘)
Bester Filmsong ‚Writing’s on the Wall‘ von Sam Smith (‚Spectre‘)
Beste Kamera ‚The Revenant‘
Beste visuelle Effekte ‚Ex Machina‘
Bester Schnitt ‚Mad Max: Fury Road‘
Bester Ton ‚Mad Max: Fury Road‘
Bester Tonschnitt ‚Mad Max: Fury Road‘
Bestes Szenenbild ‚Mad Max: Fury Road‘
Bestes Kostümdesign ‚Mad Max: Fury Road‘
Bestes Make-Up & beste Frisuren ‚Mad Max: Fury Road‘
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