‚Die Hölle‘: Ruzowitzkys Verfolgungsjagden in der Wiener Innenstadt

Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky am ‚Die Hölle‘-Drehort Wien-Floridsdorf

Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky am ‚Die Hölle‘-Drehort Wien-Floridsdorf

Oscar-Regisseur Stefan Ruzowitzky dreht gerade mit Tobias Moretti und Robert Palfrader den spektakulärsten Thriller Österreichs – in Wien. In der Wiener Innenstadt wird es ordentlich krachen: Zwei Frontalzusammenstöße am Ring und ein Überschlag am Schwedenplatz stehen am Programm.

Beschaulich schaut anders aus: In der Karwoche dreht Stefan Ruzowitzky (‚Die Fälscher‘, ‚Anatomie‘, ‚Cold Blood‘) für seinen neuen Thriller ‚Die Hölle‘ ganze fünf Nächte lang in der Wiener Innenstadt. Es werden Bilder einer atemberaubenden Verfolgungsjagd, die im Film dann ganze zwei Minuten bekommt. Der Aufwand müsse aber sein. Denn, so Ruzowitzky gegenüber der APA: „Gerade ein jüngeres, Action-liebendes Publikum hat eine Erwartungshaltung und die muss man auch erfüllen."

Tobias Moretti als verhaltensgestörter Polizist Christian Steiner

Tobias Moretti als verhaltensgestörter Polizist Christian Steiner

Entwarnung: Ganz Wien wird nicht in Trümmern liegen

‚Die Hölle‘ versteht Ruzowitzky als actionreichster Thriller Österreichs, er verspricht Stunts und Autoverfolgungsjagden sowie Kampfszenen auf internationalem Niveau. Wer sich jetzt fürchtet, dass nach den fünf Drehnächten Wien nur noch in Ruinen darsteht, sei beruhigt: „Wir machen jetzt kein ‚The Avengers‘, wo ganz Wien in Trümmern liegt“, verspricht Ruzowitzky. Allerdings: Die rund 5 Millionen Produktionsbudget möchte man so gut wie möglich einsetzen – unter anderem werden sie für zwei Frontalcrashes auf der Ringstraße und einen Überschlag am Schwedenplatz verwendet.

„Wir machen jetzt kein ‚The Avengers‘, wo ganz Wien in Trümmern liegt“

Brutaler als ‚Anatomie‘ und ‚Cold Blood‘

Ruzowitzky kennt sich aus im Thriller-Fach: ‚Anatomie‘ (2000) und seine Hollywood-Premiere ‚Cold Blood‘ (2012) entstammen dem Genre. Das neue Projekt ‚Die Hölle‘ (Drehbuch: Martin Ambrosch) soll aber viel brutaler ausfallen. Gewalt sei in all seinen Filmen immer ein Thema, auch habe er schon seit jeher einen hohen Blutzoll, so der Regisseur. Gewalt gehöre zum Leben. So sieht sich die türkischstämmige Taxifahrerin Özge (Violetta Schurawlow) zu Beginn einem abstoßenden Ritualmord gegenüber und wird dann auch noch vom Mörder (Sammy Sheik) deshalb gejagt. Daraufhin trifft sie auf den Polizisten Christian Steiner (Tobias Moretti), beiden gemein ist, dass sie hochgradig verhaltensgestört sind. Mit von der Partie ist übrigens auch Robert Palfrader, er verkörpert Samir, einen Taxiunternehmer.

Violetta Schurawlow mimt eine thaiboxende Taxifahrerin Özge

Violetta Schurawlow mimt eine thaiboxende Taxifahrerin Özge

Klassischer Wien-Film in deutscher Koproduktion

Noch bis Ende April wird die Koproduktion (Allegro Film und die deutsche Amazing Film Company) in Wien und München gedreht. ‚Die Hölle‘ soll jedoch ein klassischer Wien-Film werden, verspricht Ruzowitzky. Von Ottakring über Gürtel bis Donauplatte und schöner Innenstadt seien Wien-Klischees dabei, man werde aber viele Klischees brechen. Der Kinostart ist für 2017 angesetzt.

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