Gilmore Girls im Talk: „Wir sind wie ein altes verheiratetes Paar“

Die gute Chemie zwischen Lauren und Alexis war in der ersten Szene wieder da!

Die gute Chemie zwischen Lauren und Alexis war in der ersten Szene wieder da!

Der Talk zum Serienstart: Wir trafen Lauren Graham und Alexis Bledel in Berlin und sprachen mit ihnen über wirklich wichtige Dinge im Leben – Die Serie, Beziehung und Kaffeesucht

Am 25. November gehen auf Netflix vier neue Gilmore Girls-Episoden an den Start! Kürzlich fand in Berlin eine Präsentation der Serie statt - wir waren live dabei und haben die beiden Hauptdarstellerinnen – Lauren Graham und Alexis Bledel – in einer Suite des Nobelhotels Hotel de Rome getroffen. Schnell wurde uns klar, wie gegensätzlich die Schauspielerinnen sind: Während Lauren Graham der absolute Sonnenschein, gut gelaunt und in Quassellaune war, verhielt sich Alexis Bledel eher schüchtern und introvertiert, wirkte sehr fragil und fast zerbrechlich

So schön kann der Winter sein!

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Interview mit den Gilmore Girls: wir trafen Alexis Bledel und Lauren Graham

TV-MEDIA: Wie hat es sich angefühlt, als Sie erfahren haben, dass die Gilmore Girls ein Comeback feiern?
Alexis Bledel: Wir haben schon einige Jahre darüber geredet. Amy Sherman-Palladino, die Erfinderin der Serie, hat uns immer wieder upgedatet. Sie hatte so viele Ideen und war nicht glücklich darüber, wie die Serie nach der siebenten Staffel zu Ende ging. Sie war ja bei der letzten Staffel nicht mehr dabei. Eine Zeitlang sah es so aus, als würde es einen Kinofilm geben. Aber wir waren nicht sicher, ob genug Publikumsappetit dafür vorhanden wäre. Als dann Netflix kam und meinte, dass gerade ein neues junges Publikum die Girls auf ihrem Streaming-Kanal entdeckt und die alten Fans auch noch da sind, fiel uns die Entscheidung leicht.

TV-MEDIA: Wie erklären Sie sich den Erfolg der Serie?
Alexis Bledel: Die Geschichten in Gilmore Girls vermitteln dir auf einer bestimmten Ebene stets ein Gefühl von Sicherheit, Harmonie und Trost. Familie, normales Leben und Beziehungen. Jeder Zuseher findet sich in einer der Figuren wieder. Die Drehbücher sind lustig, haben aber immer genug emotionalen Tiefgang. Zugleich schaffen sie es, uns nicht zu sehr hinunterzuzieschaffen sie es, uns nicht zu sehr hinunterzuziehen. So sehe ich es zumindest
Lauren Graham: Gilmore Girls ist wie ein kuscheliges Zuhause. Es ist ein sicherer Ort. Eine kleine, glückliche Stadt mit liebenswerten Menschen.

Der Frühling verzaubert auch die Gilmore Girls!

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TV-MEDIA: War es schwer, wieder in Ihre Rollen zu schlüpfen?
Lauren Graham: (schnippt mit dem Finger) Nein, ich war von einer Sekunde zur anderen wieder in der Rolle. Als ich meine erste Textzeile aufsagte, dachte ich: "Mein Gott! Es ist wunderbar, wieder hier zu sein. Ich habe die Serie und das Team so vermisst." Wenn du eine Rolle über so lange Zeit spielst, wird sie zu einem Teil von dir.
Alexis Bledel: Nicht schwer. Ich habe mich einfach auf Amys Skript konzentriert und viel darüber nachgedacht, was Rory wohl die letzten neun Jahre getan haben könnte. Ich hab mir also ihr Leben vorgestellt.

TV-MEDIA: Fiel es Ihnen leicht, die richtige Chemie zwischen Rory und Lorelai wiederzufinden?
Alexis Bledel: Es war ganz leicht. Sie war in der ersten Szene in der ersten Episode bereits da.

Summertime! Happy Unabhängigkeitstag!

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TV-MEDIA: Wie würden Sie ihre private Beziehung zueinander beschreiben? Ist es eine Mutter-Tochter-Beziehung? Oder eher eine Freundschaft?
Lauren Graham: Wir werden dank Gilmore Girls immer miteinander verbunden sein. Wir haben so viel gemeinsam durchgemacht. In den sieben Jahren, in denen die Serie lief, verbrachten wir viel mehr Zeit am Set als in privaten Beziehungen. Das Spannende ist: Jetzt, wo wir beide in fixen Beziehungen sind und ein Familienleben haben, dreht es sich in unseren Gesprächen viel weniger um die Arbeit. Damals hatten wir nur uns beide. Aber wir blieben über die Jahre immer in Kontakt. Wir sind wie ein altes verheiratetes Paar und werden es immer bleiben. Ganz egal, ob es mit der Serie weitergeht oder nicht. Allerdings sind wir sehr unterschiedlich. Ich bin eher der laute Typ. Alexis ist eher introvertiert. Wir ergänzen uns prima.
Alexis Bledel: Sie ist mehr freundschaftlich als Mutter-Tochter. Lauren hat mich immer als gleichwertige Partnerin behandelt. Wir sind über all die Jahre gute Freunde geblieben.

TV-MEDIA: Eigentlich müsste es jede Menge spannende Anekdoten vom Set geben, oder?
Alexis Bledel: Interessanterweise arbeiten wir sehr ernst und konzentriert am Set. Was seltsam ist, da es eine leichtfüßige Serie ist, wir aber alles sehr ernst nehmen. Die vier Jahreszeiten, in denen die neuen Episoden spielen, brachten einige Herausforderungen mit sich, was das Set-Design betraf. Wir hätten also gar keine Zeit gehabt herumzublödeln.
Lauren Graham: Ich habe bei der neuen Staffel ein Tagebuch geführt. Es passierten so viele spannende, verrückte, magische Dinge, dass sie mir am Ende schon völlig normal vorkamen. Vieles davon hatte damit zu tun, dass Edward Herrmann, der meinen Vater Richard Gilmore spielte, leider viel zu früh von uns gegangen ist. Aber seine Präsenz war überall spürbar. Das war schon magisch. Und es war lustig, wieder auf den alten Sets zu sein. Ich bin wieder mit meinem Fahrrad herumgefahren und ein Mitarbeiter eines anderen Filmteams winkte mir zu und fragte: "Ist das wieder dasselbe Fahrrad?" Und ich lachte: "Nein, anderes Fahrrad, aber dieselbe Serie."

Wer würde den Herbst nicht gerne mit Lorelai und Rory genießen?

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TV-MEDIA: Apropos Edward Herrmann. Wie sehr wirkt sich der Tod von Richard Gilmore auf die Mädchen aus?
Alexis Bledel: Er war das Oberhaupt, der Patriarch der Familie. Die Gilmore Girls sind alle starke Frauen, die keine Hilfe brauchen, um zu wissen, in welche Richtung sich ihr Leben entwickeln soll. Aber sein Tod hinterlässt eine Leere, die man erst einmal füllen muss. Es ist wie mit jedem großen Verlust im Leben. Man muss ihn verarbeiten. Rory tut das, indem sie mehr für ihre Großmutter da sein will. Dadurch verändert sich aber auch die Beziehung zu ihrer Mutter stark. Sie müssen beide lernen, dies zu verstehen und damit umzugehen.
Lauren Graham: Es war unglaublich schwer, weil es eben echt war. Die gesamte neue Staffel ist sehr emotional. Ich wollte Ed einfach in Ehren halten. Es war traurig, dass er nicht mehr bei uns sein konnte. Er hat Gilmore Girls so geliebt. Und er hatte diese wunderbare Chemie mit meiner Serien-Mutter Emily (Kelly Bishop). Es war also sehr emotional. Ich weiß nicht, ob ich so etwas jemals wieder erleben werde.

TV-MEDIA: Alexis, was ist an dem ewigen Gerücht dran, dass Sie Kaffee eigentlich gar nicht ausstehen können, obwohl Sie ihn in der Serie sehr oft konsumieren?
Alexis Bledel: Nichts. Ich trinke Kaffee ganz gerne, würde in der Früh ohne ihn gar nicht aus dem Bett kommen.

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