Ricky Harris: „Ich kann’s ja mal beim ORF versuchen!“

Der Ex-Moderator schüttet TV-MEDIA sein Herz aus und träumt von der Rückkehr ins Fernsehen

Der Ex-Moderator schüttet TV-MEDIA sein Herz aus und träumt von der Rückkehr ins Fernsehen

Weil er den RTL-Zusehern zu viel wurde, musste Ex-Moderator Ricky Harris seine sieben Zwetschken packen und dem ‚Dschungelcamp‘ Adieu sagen. Noch nicht einmal 24 Stunden nach seinem Rausvoting haben wir uns mit dem 53-Jährigen unterhalten und erfuhren aus erster Hand, wer (seiner Meinung nach) die wahren Schlangen im australischen Urwald sind!

Auch in der Jubiläums-Staffel von ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ gehen die Wogen bei Deutschlands C-Prominenz hoch. Spätestens seit der gemeinsamen Prüfung mit ‚Kämpferin aus Leidenschaft‘ Helena Fürst sah sich Ricky Harris (moderierte in den 90ern die SAT.1-Talk-Show ‚Ricky!‘) mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. Angeblich soll er eine „falsche Schlange“ sein und das TV-Publikum gegen seine Kollegin aufgestachelt haben. So sahen das scheinbar auch die anderen Camper, was bei Harris in einem Tränenmeer endete. Aber Kopf hoch, Ricky, jetzt ist’s vorbei!

Ob TV-MEDIA Ricky Harris „die Brücke zum ORF legen kann“?

Wir haben den gebürtigen Amerikaner wenige Stunden nach seinem Rausvoting in entspannter Atmosphäre zum Interview gebeten. Der Funke sprang sofort über, per Du-Form wurden wir gut gelaunt aus dem Dschungel angerufen, wo es auch gleich zu Beginn emotional wurde. Denn, ohne jegliche Nachfrage, begann Harris sich über seinen ihm auferlegten Status als „Dschungel-Schlange“ zu echauffieren. Nachdem wir Telefonseelsorge gespielt hatten, wurde es aber auch schnell wieder witzig, Harris erzählte u. a. von seinem bürgerlichen Leben, seinem Job als pädagogischer Betreuer an einem Gymnasium und seinem Wunsch, endlich wieder ins TV zurückzukehren – wobei ihm TV-MEDIA vielleicht „die Brücke nach Österreich legen könnte“?

Ricky Harris: Liebe Grüße nach Wien, hier ist Ricky!

TV-MEDIA: Bist du traurig, dass du das ‚Dschungelcamp‘ verlassen musstest?

Harris: Nein, ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich darüber überhaupt nicht traurig bin! Ich bin jetzt in einem wunderschönen Hotel, ich bin unter normalen Leuten – das sage ich jetzt einfach mal so (lacht) – und meine Mutter ist hier! Ich habe sie seit Jahren nicht gesehen, und wir werden die nächsten Tage wunderbar genießen.

TV-MEDIA: Das hört sich fein an. Kam deine Mama auf Überraschungsbesuch vorbei?

Harris: Wir durften ja eine Begleitperson mitnehmen, und ich habe mir meine Mama aus Amerika, aus Boston Massachusetts, einfliegen lassen – mit 79 Jahren! Sie hat gemeint, diese Reise macht sie sehr gerne.

TV-MEDIA: Und was sagt deine Mum über deinen Auftritt?

Harris: Ich bin zurückgekommen, sie hat mich in den Arm genommen, und wir waren beide sowas von glücklich. Das Erste, was sie gesagt hat, war: „Das sind alles ganz gemeine Leute da drinnen! Die waren ungerecht dir gegenüber, ich weiß, dass du keine falsche Schlange bist.“ Woraufhin ich meinte, Mama, keine Angst, es war alles nur ein Spiel.

TV-MEDIA: War es denn nur ein Spiel oder auch ein bisschen Show?

Harris: Das ‚Dschungelcamp‘ ist ein Spiel, aber in Wirklichkeit war es mehr als das. Wenn da begonnen wird, andere zu mobben, dann beschreibt das die Show eigentlich ganz gut. Das habe ich mir davor nicht gedacht, aber jetzt weiß ich, dass das echt wahr ist! An Tag eins, Tag zwei, drei, da war ich beliebt bei allen, dann kam diese Prüfung mit Helena, und ab diesem Moment haben sich alle gegen mich verschworen. Ich finde das ungerecht! Und wenn die anderen aus dem Camp draußen sind und selbst sehen, was da bei uns passiert ist, dann werden sie sich schämen, dass sie mir den Rücken zugedreht haben.

TV-MEDIA: Also wirst du wohl zu keinem dieser Leute wieder einen Kontakt suchen? Oder hast du im Dschungel schon auch sowas wie Freunde gefunden?

Harris: Das möchte ich eigentlich nicht ausschließen. Jeder macht Fehler und hat sich eine zweite Chance verdient. Ob in einer Ehe oder mit den Kindern, irgendwann kann jedem der Geduldsfaden reißen, und das ist auch bei mir passiert. Ich finde das normal, es ist menschlich, aber wichtig finde ich, dass man sich dann entschuldigt. Ich möchte es nur anmerken, ich habe mich dreimal bei Helena entschludigt – das letzte Mal war bei meinem Abschied. Ich hab jeden Mitbewohner in den Arm genommen, die haben mich gedrückt und mir alles Gute gewünscht, auch Helena habe ich umarmt, und sie ist wie eine Statue dagestanden. Ich habe ihr sogar noch ins Ohr geflüstert, dass sie mich doch drücken soll, weil ich jetzt gehe, aber sie hat mich nicht einmal angeschaut. Jetzt sage ich, diese ganze Sache zwischen uns ist nicht mehr mein Problem, sondern ihres!

TV-MEDIA: Na wenn du dein Bestes versucht hast, dann hake die Geschichte einfach für dich ab und weiter geht’s.

Harris: So mache ich das auch. Meine kleine Tochter hat letztes Jahr gesagt, dass man bei so etwas cool bleiben soll und derjenigen Person ruhig geigen kann, dass sie ein Depp ist. In dieser Situation müsste ich wohl genau das sagen. (lacht)

TV-MEDIA: Sag mal Ricky, du bist immer noch so motiviert wie seinerzeit, als du auf SAT.1 noch ‚Ricky!‘ moderiert hast. Gibt’s eine Möglichkeit für dich, wieder zum Fernsehen zurück zu kommen oder ist das Thema für dich beendet?

Harris: Für mich war das Thema nie beendet! Ich habe die Show geliebt, ich trauere ihr heute noch nach und als ich bei der SAT.1-Familie raus bin, war ich echt traurig. Ein neues Angebot habe ich bis heute nicht bekommen. Ich habe mich natürlich mit bürgerlichen Jobs durchgeschlagen, aber meine Hoffnung war und ist immer noch das Fernsehen. Ich war bei Castings, habe mich beworben, aber es blieb bis heute ohne Erfolg.

TV-MEDIA: Die Leute erkennen dich aber heute noch, oder?

Harris: Ja, und das ist ein Phänomen. 15 Jahre nach ‚Ricky!‘ sprechen mich die Leute noch auf der Straße an und fragen mich, wann ich denn wieder etwas Neues mache. Durch ‚Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!‘ hoffe ich ja insgeheim, dass eine breitere Masse wieder auf mich aufmerksam wird und auch die Sender ihre Augen öffnen und sich überlegen, wieder etwas mit mir zu machen.

TV-MEDIA: Aber du würdest hoffentlich in keine Depression verfallen, wenn daraus nichts wird? Du hast dir ja immerhin schon ein normales Leben aufgebaut mittlerweile.

Harris: Wenn das nicht klappt, bin ich happy mit meinem Leben. Ich bin jetzt pädagogischer Betreuer an einem Gymnasium und kümmere mich um die 7., 8. und 9. Klassen. Das ist wirklich ein anständiger Job! Und zusätzlich mache ich ja auch noch Teleshopping bei 1-2-3.tv, was mich ehrlich gesagt auch ziemlich ausgleicht.

TV-MEDIA: Hast du’s mit den Bewerbungsschreiben denn auch schon in Österreich versucht? Der ORF stellt in letzter Zeit bekanntlich gerne deutsche TV-Promis an.

Harris: Wenn du da Kontakte hast, bin ich euer Mann! Würde ich sofort machen, legt mir die Brücke, dann komme ich nach Österreich und wir machen eine Sendung, wo die Leute wieder Spaß haben, lachen können und die Zuschauer aller Altersklassen eine Freude daran haben!

TV-MEDIA: Sag niemals nie, vielleicht sehen wir uns ja schon bald.

Harris: Das wäre genial!

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