Für die Skispringer steht nach dem tschechischen Zakopane die Station Sapporo in Japan auf dem Weltcup-Kalender. Die Metropole, 1972 Ausrichter der Olympischgen Winterspiele, zählt inzwischen 1,8 Millionen Einwohner, und liegt auf der nördlichsten Insel Hokkaido. Dort bestreiten die Teilnehmer erneut waghalsige Sprünge von der Okurayama-Schanze, der wohl traditionsreichsten Schanze Asiens. Diese wurde für die Nordische Ski WM 2007 auf den neuesten Stand der Technik gebracht, ist jedoch bei vielen Athleten immernoch gefürchtet. Grund dafür ist, dass die Anreise sehr weit und die Schanze aufgrund ihrer Insellage sehr windanfällig ist. Letzte Saison gewann Severin Freud im Nachtfliegen, am zweiten Wettkampftag sicherte sich Andreas Kofler (AUT) den obersten Podestplatz. Auch 2012 ist Kofler in Sapporo zu den Top-Favoriten zu zählen, nachdem er von den ersten sieben Springen der Saison vier gewann und sich anscheinend in der Form seines Lebens befindet. Aber auch mit den Gastgebern ist zu rechnen: Daiki Ito wurde beim Nachtspringen von Harrachov Zweiter und auch im Team erreichte Japan in Kuusamo einen überraschenden zweiten Platz. Bis zu 50.000 Skisprung-Fans werden bei den Springen in Sapporo erwartet, für alle Übrigen überträgt Eurosport vom 27. bis 30. Januar.