Die Saison 2011/2012 des von der FIS veranstalteten Alpinen Skiweltcups begann am 22. Oktober 2011 auf dem Rettenbachferner in Sölden und endet am 18. März 2012 mit dem Weltcup-Finale in Schladming. Nach den beiden Nobelskiorten Kitzbühel (AUT) und St. Moritz (SUI) gastieren die Männer und Frauen nach einem Jahr Pause nun wieder in Garmisch-Partenkirchen, dem Zentrum des Werdenfelser Landes, in dem die Alpine Skiweltmeisterschaft 2011 stattfand. Auf der örtlichen Abfahrt Kandahar, auf der seit 1969 Weltcup-Rennen stattfinden und die als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken im Alpinen Skiweltcup gilt, absolvieren die Männer heuer neben Abfahrts- auch Super-G-Rennen. Die Frauen hingegen weichen seit der tödlichen Verunglückung der österreichischen Rennläuferin Ulrike Maier 1994 auf dem Kandahar wieder weitgehend auf andere Trassen aus. Der Startpunkt ist zwar noch der alte, 2008 wurde jedoch mit dem Umbau und der Anpassung der Strecke an die aktuellen Sicherheitsstandards eine neue Teilstrecke festgelegt, die den Unglücksort von 1994 umgeht. Eines haben die Rennstrecken der Männer und Frauen dann aber gemeinsam: sie enden im selben Zielstadion. Bislang legte der Schweizer Beat Feuz den besten Start in der Abfahrt hin und positionierte sich vor seinem Landsmann und Weltmeister 2009, Didier Cuche und Olympiasieger 2012, Bode Miller (USA), auf Platz 1 der Wertungstabelle nach bisherigem Stand. Bei den Frauen führt aktuell die zweifache Weltmeisterin von Vancouver, Lindsay Vonn (USA), nach einem grandiosen Weltcup- Auftakt und erkämpft sich einen großen Vorsprung vor Tina Weirather aus Lichtenstein und Dominique Gisin aus der Schweiz. Unsere deutsche Medaillenhoffnung Maria Höfl-Riesch hingegen ist momentan mit dem siebten Platz noch weit entfernt von einem Podestplatz, hat allerdings bis März noch Zeit Punkte gutzumachen.