Reportage, BRD 2010
Stereo, Videotext
Die Winter im Bayerischen Wald sind seit jeher rau und lang. Der Film zeigt, wie die Menschen sich damit arrangieren. Auch heute noch sind die Winter im Bayerischen Wald rau, zugleich aber auch bezaubernd schön, wie der Film zeigt. Sucht man den Winter im Bayerischen Wald, dann findet man ihn - auch in schneearmen Jahren - ganz sicher im Gebiet des Arbers. Auf einer Höhe von 1.118 Metern bis hinauf zu 1.270 Metern über dem Meer ist dort das Langlaufgebiet Bretterschachten. Es gilt als eines der schneesichersten Langlaufgebiete in ganz Europa. Viele passionierte Stockschützen gibt es im Bayerischen Wald. Herausragend: Die Schützen des "EC Blau Weiss March", die 2010 den Europacup gewonnen haben. Was sie an ihrem Sport so fasziniert, erzählen sie im Film. Nicht nur in der Natur, auch in der regionalen Kunst findet der Winter Eingang. Beispielsweise im Werk des Spiegelauer Glaskünstlers Klaus Büchler. Fein ziselierter Raureif und andere Wintermotive sind in Büchlers Kunst zu finden. Ebenso mit dem Winter zu tun hat ein weltweit einzigartiges Projekt, das derzeit in der Nähe des Ortes Mitterfirmiansreut entsteht: eine Kirche aus Eis und Schnee. Diese gab es schon einmal, aus der Not geboren: Im Jahr 1911 wurden die Einwohner so hoffnungslos eingeschneit, dass sie nicht einmal zur Christmette die nächstgelegene, gemauerte Kirche, erreichen konnten. Kurz entschlossen bauten sie sich eine Schneekirche. Was Weihnachtsbier von normalem Bier unterscheidet, erläutert Anton Späth, Geschäftsführer und Braumeister der Osser-Brauerei in Lohberg.