The Terminal

Drama/Romanze, USA 2004
Viktor sitzt am Flughafen fest - und ihm gefällt's

Viktor sitzt am Flughafen fest - und ihm gefällt's

Eigentlich beruhigend: Auch Kultregisseur Steven Spielberg, Schöpfer von Kinolegenden wie "E.T.", "Jurassic Park" und "Schindlers Liste", kann mal einen ganz normalen Film machen - "kurzweilig" ist wohl das passende Adjektiv für "The Terminal".

Der Stoff ist aus dem echten Leben gegriffen: Da lebt nämlich seit 16 Jahren ein Iraner auf dem Flughafen von Paris, der Gestrandete hat sich dort häuslich eingerichtet, und obwohl die Franzosen ihm längst ein Visum geben wollten, verharrt er in der Scheinwelt des Airports - aus Angst vor dem prallen Leben. Unter Branchenkennern heißt es, Spielberg habe dem Mann ein paar Hunderttausend Dollar für die Story gegeben.

Hanks (absolut sehenswert!) landet als Viktor Navorski aus einer ehemaligen Sowjetrepublik in New York - und das erste, worauf sein Blick fällt, sind diese Fernsehgeräte auf dem Terminal, auf die ansonsten Reisende nur in höchster Verzweiflung stundenlanger Wartezeiten schauen. Doch Navorski sieht da die eigene Heimat in Blut und Feuer versinken, Aufruhr und Mord herrscht da. Ungläubig und Hilfe suchend versucht er sich an die Umherstehenden zu wenden, sein kleiner Heimatstaat verfällt da nach einem Putsch - und keiner schaut hin.

Darauf folgt das "Gespräch" mit dem Passbeamten. "Kein Staat, keine Einreise", sagt der Mann vom Amt. Logisch, der Fremde muss draußen bleiben, nur Navorski versteht das eben nicht, kauderwelscht mit den schnieken Beamten vor sich hin. Doch schauen tut er dabei so verschmitzt, dass jeder im Kino weiß: Navorski schlägt sich schon durch.

Und so ist es auch, der kleine Mann schlägt sich tatsächlich durch, bleibt aber auf dem Airport. Ein Mann aus dem Osten mit rauer Schale, aber viel Seele, so dass sogar die schicke Stewardess (Catherine Zeta-Jones) auf ihn aufmerksam wird. Ob das was werden kann?

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