2.9.2010 13:17

Venedig Tag 1 – Hollywood am Lido

Die Mostra von Venedig, eines der renommiertesten Filmfestivals der Welt, öffnet seine Tore für Cineasten und Journalisten aus aller Welt. Und auch wenn Teile des Geländes rund um den Palazzo del Cinema seit zwei Jahren Dauerbaustelle sind (2012 will sich das Festival in neuem Gewand präsentieren) – Hollywood reist immer wieder gerne in die Lagunenstadt. Mit ein Grund, warum heuer mehr Stars als in den vergangenen Jahren den Flieger gen Venedig nehmen, dürfte der Jurypräsident sein: Kult-Filmer Quentin Tarantino, der seine Schauspiel- und Regie-Kumpels an den Lido geladen hat.

So stellten am Eröffnungstag gleich zwei Aktricen aus der Traumfabrik ihre neuesten Filme bei der 67. Ausgabe des Festivals vor. Natalie Portmans Balett-Drama „Black Swan“ eröffnete das älteste Filmfestival der Welt, während Jessica Alba mit Robert Rodriguez´ Trash-Blutorgie „Machete“ den Mitternachts-Streifen beisteuerte. Portman wird derweil für ihre bewegende Darstellung einer Primaballerina mit psychischen Störungen bereits als Oscar-Favoritin gehandelt.

Auf eine Auszeichnung als sympatischste Aktrice wird die 29-Jährige jedoch verzichten müssen – zumindest, wenn es nach den italienischen Fans geht. Die nämlich campierten bis zu 12 Stunden lang in der hochsommerlichen Hitze am Red Carpet, um ein Autogramm der zierlichen Schönheit zu ergattern. Doch während Co-Star Vincent Cassel und Tarantino geduldig Autogramme schrieben, gab sich die Schauspielerin für nur drei Minuten die Ehre, um dann trotz hunderter wartender und schreiender Fans zum Gala-Screening zu eilen.

Wie weit Starallüren (oder in den meisten Fällen jene der Schauspieler-Agenten) reichen können, zeigte sich zuvor im Luxushotel „Excelsior“. Dort nämlich wurde für die Darstellerin kurzfristig eine komplette Toilettenanlage gesperrt und von fünf (!) Bodyguards bewacht. Logische Folge: ein Menschenauflauf und jede Menge Aufmerksamkeit für die offensichtlich peinlich berührte Darstellerin. Ratschlag für Frau Portman: sich einfach mal ohne muskelbepackte Anzugträger aufs stille Örtchen begeben – und die Auffälligkeit reduziert sich schlagartig.

Sandra Wobrazek, Venedig

2.9.2010 13:17
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gina53, 02. 09. '10 22:43
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Schade, dass es hier keine "Gefällt mir"-Buttons gibt. Ein sehr schöner Artikel. Und die Story mit den fünf Bodyguards am Klo ist ja ein Wahnsinn...