Feines Auge, scharfe Optik: Salut für Österreichs tolle Kameraleute
- Fiedlers Filmriss
- H.-G. Fiedler, Kinoexperte

Alle reden dieser Tage von Michael Haneke und Christoph Waltz völlig zu Recht. Aber ich möchte an eine fürs Kino sooo entscheidende Profession erinnern, in der die Österreicher in den letzten Jahren echte Weltspitze geworden sind: die Kameraleute.
Wie würde Michael Hanekes "Das weiße Band" aussehen ohne die grenzgenial-glasharten Bilder von Christian Berger (ebenfalls oscarnominiert)? Oder die Bildsprache von Martin Gschlacht, die von kühl-reduziert (Revanche) über bunt-distanziert (Lourdes) bis zu einfach klarer Schönheit (Geliebter Johann, geliebte Anna) reicht und immer überzeugt. Auch das eben angelaufene Remake von Bad Lieutenant hatte einen Österreicher an der Kamera, Peter Zeitlinger. Hier bahnt sich das nächste österreichische Filmwunder an und zwar völlig zu Recht.
(H.-G. Fiedler)











