Schmökern vs. Schauen? Pro und Contra zu Literaturverfilmungen
- Fiedlers Filmriss
- H.-G. Fiedler, Kinoexperte

Ich habe einen Fehler gemacht. Ich war im Kino und habe "Verblendung" nach dem Bestseller von Stieg Larsson gesehen nur ein paar Stunden nachdem ich mit dem Buch fertig war.
Der Film ist an sich nicht übel. Solid inszeniert, gut besetzt, fein gespielt. Aber wenn im Kopf noch der Zauber der Buchvorlage wirkt, gibt es wahrscheinlich nur ganz, ganz wenige Filme, die dem gerecht werden können.
Jetzt weiß ich als Harry-Potter-Nichtleser, wie es den großen und kleinen Fans bei den Filmen oft geht. Und umso höher schätze ich es nun ein, wenn eine Buchverfilmung zu 100 % gelingt. Beispielsweise "Mystic River" von Clint Eastwood, der die Vorlage von Dennis Lehane genial umgesetzt hat. Oder "Wonder Boys" von Curtis Hanson (Roman: Michael Chabon). Oder die Wolf-Haas-Verfilmungen, vor denen ich den Hut jetzt noch höher ziehe.











