15.12.2009 11:52

Schmökern vs. Schauen? Pro und Contra zu Literaturverfilmungen

  • Fiedlers Filmriss
  • H.-G. Fiedler, Kinoexperte

Ich habe einen Fehler gemacht. Ich war im Kino und habe "Verblendung" nach dem Bestseller von Stieg Larsson gesehen – nur ein paar Stunden nachdem ich mit dem Buch fertig war.

Der Film ist an sich nicht übel. Solid inszeniert, gut ­besetzt, fein gespielt. Aber wenn im Kopf noch der Zauber der Buchvorlage wirkt, gibt es wahrscheinlich nur ganz, ganz wenige Filme, die dem gerecht werden können.

Jetzt weiß ich als Harry-Potter-Nichtleser, wie es den großen und kleinen Fans bei den Filmen oft geht. Und umso höher schätze ich es nun ein, wenn eine Buchverfilmung zu 100 % gelingt. Beispielsweise "Mystic River" von Clint Eastwood, der die Vorlage von Dennis Lehane genial umgesetzt hat. Oder "Wonder Boys" von Curtis Hanson (Roman: Michael Chabon). Oder die Wolf-Haas-Verfilmungen, vor denen ich den Hut jetzt noch höher ziehe.

15.12.2009 11:52
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