Schreibklausur im Kloster: Ein Oscar ist noch keine Jobgarantie
- Fiedlers Filmriss
- H.-G. Fiedler, Kinoexperte

Neulich, beim Filmquatschen mit Freunden, die heikle Frage, ob es Regisseur Stefan Ruzowitzky noch schaffen wird, seinen zwei Jahre alten Oscar-Ruhm in eine US-Produktion umzumünzen. Ehe die Wettquoten sanken, kam der Einwurf: Was macht eigentlich Florian Henckel von Donnersmarck, der ein Jahr zuvor mit "Das Leben der Anderen gewann"?
Der hat sich auch lange in Hollywood bemüht, bekam ein uraltes Thrillerprojekt angeboten, das aber an der Absage von Tom Cruise scheiterte. Zweieinhalb Jahre rotiert, charmiert, verhandelt und gearbeitet und am Ende nur ein Schulterzucken und Heimkehr. Wie man hört, hat sich der Deutsche wieder ins Stift Heiligenkreuz zurückgezogen, um was Neues, Eigenes zu entwickeln. So gesehen hat Ruzowitzky ja noch ein bissel Zeit, ehe auch er im Kloster eincheckt











